«Jei»
Senckenbergischen Bibliothek
Frankfurt a. M., Jen 28.10.44
Senckenberg-Anlage 27
Postscheckkonto Frankfurt a. M. 20322
TeWon77930 Sehr geehrter Herr Professor!
Ihr Schreiben vom 21.10, für uas ich bestens denke, erhielt ich erst am 26. abends, al stich nach Hause kam. Lia ich gestern inMichelnau war, kann ich Ihnen erst heute schreiben. Lurch meinen letzten Brief habe ich ja einen Teil Ihrer Fragen schon beantwortet. Ben Waggon konnte ich erst für den 30.10, bestellen, weil ich erst eine Antwort von Herrn Lirektor Rauschenberger abwarteen musste, die z.T. gestern und heute erst einlief. Herr Lirektor R. will in der Hauptsache Gestelle haben, und die sind inzwischen von Herrn Leuse und Kraus abgeschlagen worden.
La aber von Herrn Bir.R. mehr Gestelle verlangt werden, als wir vorgesehen hatten, müssten für Michelnau Anfang nächster Woche noch weitere Gestelle abgeschlagen werden. Ibh werde gleich, wenn ich diesen Brief herüber bringe^ mal mit Herrn Eeuse Herüber sprechen. Ich habe Herrn Leuse auch gezeigt, was noch an Bücfrhenn verladen werden muss, es ist der R^st der Botanik, und ich meine, wenn in den Wagen sonst nichts anderes hinein kommt, müsste der Wagen ohne Anhänger für die Bücher und Gestelle reichen. Ich werde aber Herrn Leuse bitten, dass er sich alles auch noch einmal ansieht.
In Michelnau sind wir gestern mit dem Auseinander!egen der Bücher fertig geworden. Wenn Herr Hogenboom in der hinteren Halle, in uer uie Bücher liegen, die Gestelle aufgeschlagen hat, wollen wir dann zu allererst uie Geologie und Mineralogie ordnen. Ich traf Herrn Hogenboom kürzlich im Museum und habe ihm schon Anweisungen für das Aufstellen gegeben. Ich möchte ihm, bevor er anfängt, aber noch alles genau aufzeichnen. Er sagte mir, dass er die nächsten Sonntage noch in Oberlais zu tun hätte.
Aus Fräulein Wolffs Brief werden Sie ja ersehen, dass unsere Arbeiten in Michelnau überflüssig sind. Ich habe sehr bedauert, uass ich gestern nicht hier war, ich glaube, ich hätte auf manche dieser Redensarten ziemlich energisch geantwortet.
Mit des b sten Grossen und
Heil Hitler