Direktion
der
Senckenbergischen Bibliothek
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ich
Sehr geehrter Herr Professor!
Freulein V/olff sagte mir, dass Sie bedauere sehr, dass ich
2.11.1944
Herrn Professor Dr. Heuling, z.Zt. Hungen/Obh.
gestern hier wa- aueh di^smal'nicht gesprochen Briefes
habe, uann hätte sieh uie Bitntwortung Ihres Briefes vom 27.10. leichter erledipen lassen.. Da Sie aber, wie Fräül ein v'/olff mir auch berichtetet am nächsten Diesfcitag wieder hier sein wollen, kann ich mich mit meiner Antwort ja kurz fassen. r
B ; e Fragen 1-4 haben s. eh wohl durch Ihre gestrige mickscraghe mit Fräulein Wolff und Herrn Ceuse erledigt.
Zu 5. möchte ich gern persönlich mit Jhnen sprechen, obwohl ich nicht annehmen kann, dass l.e Beschweren, die Sie Vorbringen, airekt an mich gerichtet sind. Ich habe_dieganzen Monate wirklich mein Möglichstes getan um die Arbeiten in Michelnau auf schnellstem Wege zu fördern, aber wenn Herr Direktor Hauschenberger_anord net, aass Fräulein Jäger- in Oberfranken arbeiten soll, kann ich
. ' Dass ich dem Museum, und
Monaten, sehr oft ratlos
miBibh dieser Anordnung nicht widersetzen, vor allem Ihnen, für Ihre stete Hilfe in den letzten dankbar Din, hake ich jederzeit betont, und ich wäre gewesen, wenn Sie mir nicht geholfen hätten. Ich möchte Sie jetzt aber auch bitten, dass Sie einmal nach Michelnau kommen, wenn wir uort sind, damit Sie sich überzeugen, dass ir alles versuchen um Ihnen möglichst schnell, zur gewünschten Literatur zu verhelfen.
6. Wir wollen auch sehen, ob es möglich ist, das eine oder andere Buch mit nach Nidda zu nehmen, obwohl wir eisjetzt noch nicht wissen, wo wir es für Sie abgeben könnten, wir wareh im Sommer wohl einige Male in einer Wirtschaft, aber ob diese Familie zuverlässig ist, wissen wir nicht, zumal wir ja jetzt immer nur im Eiltempo durch Nidda kommen.
7. Bei dem Elektriker V/olff war ich gestern. Ich traf aber so^ wohl morgends als auch mittags nur Frau Wolf, die mir sagte, ihh Mann könne wegen Heber!astung die Arbeit nicht übernehmen. Das hätte er doctTauch schon dem Herrn, der kürzlich dieserhalb bei ihm gewesen sei (ich nehme an Herrn Scholl) gesagt.
8. Bei der Verlagerung haben wir nach Signaturen geschieden, dabei ist alles mit "Sign. "8. und S» nach Oberfranken gekommen, da diese beiden Buchstaben Medizin umfassen. Das »Journal Roy.Micr.
Soc.London» hat eine R-Si<?n. und ist daher in Oberfranken. Wenn die Bücher uort aufgestellt sind, kann es natürlich von dort entliehen werden.
9. In der Halle, die noch betoniert werden sollte, waren doch zuerst Gestelle aufgeschlagen worden, bevor jemand von uns in Michelnau war. Es mussten auch dort zu den schon lagernden Büchern noch weitere gestapelt werden, weil dies die einzige Halle war, in
der noch etwas Platz war, und in der keine Sachen vom Museum un- tergebracht sind. Diese Gestelle müssten uoch alle wieder abgeschlagen werden unu die Bücher herausgeräumt, und ich wüsste "nicht wohin.
10. Wegen der Beheizung möchte ich nochmals die Bitte aussprechen, uüss Sie doch einmal nach Michelnau kommen. Ich weiss
sc