Fräulein Helene teurer Frankfurt a/lain

16 . 3 . 45

liebes Fräulein teurer !

Bei meiner gestrigen Rüch-kehr aus Frankfurt kaue ich eine peinliche Ueberraschung erleben Essen. Der Bürgermeister von Michelnau erbat in einer dringenden Angelegenheit meinen sofortigen i xuruf Ich kam sogleich seiner Bitte nach und musste hören, dass sich Jemand ernstlich um das lauschen von Frau Uild bemühe, und ich musste sofort Eingreifen, wenn wir nicht Gefahr laufen wollten, neben das Best gesetzt zu werden« Sic können sich denken, dass ich daraufhin sofort hingefahren bin« Ich. habe mit den Bürgermeistern von lieheInau und Hidöa heute verhandelt und die endgültige Zusage auf Zuweisung des Hauses erhalten« Beide Herren haben dringend empfohlen, das Belegen des Hauses sofort zu vollziehen, damit weitere Schwierigkeiten verholeden werden« Der Interessent ist also aus dem Felde geschlagen und Jede Gefahr beseitigt*

Ich bitte Sie, sogleich nach Erhalt dieses Briefes zu Frau ild gehen und den beiliegenden Brie;: (offen, bitte lesen) abgeben zu wollen« Ich wäre sehr dankbar, wenn Sie den Vertrag mit Iran .ild 2 um Abschluss bringen würde©.« Die Höhe der Miete könnte Ja immer noch festgesetzt werden« Ich erbitte Ihre Vorschlä ge« Frau ild wird mit dieser Regelung sehr einverstanden sein*

Ich soIMLlesse dies aus der Unterhaltung, die sie mit dem Bürger­meister von Michelnau bei ihrer gestrigen Anwes enheit dort geführt hat,

Ich bin in dem Haus gewesen und habe mir die Innen­einrichtung angesehen. Vor Staunen nabe ich mich fast auf den - Rücken gesetzt« Fliessendes lasser, fabelhafte Einrichtung, also etwas, was man irr, sechsten kriegstahr überhaupt nicht mehr erwarten durfte. Den beiden Damen steht Uohn-und BchlafZimmer, sowie Küche zur Verfügung* Ich bitte dringend, da die BhG als Mieterin auftritt, die dort Wohnung nehmenden Damen anzuweisen, dass sie die Möbel pfleglich behandeln« In der Küche ist elektrischer ' erd und Hohlenherd vorhanden, sodass also für alles gesorgt ist.

Mit dein Bürgermeister von Michelnau habe ich gesprochen, und er wird die Dofen in Jeder Meise unterstützen.

Damit dem -unsch der beiden Bürgermeister entsprochen wird, bitte ich 3!e inständigst und dringend zum mindesten einer Dame Ihrer Bibliothek den Auftrag auf LeberSiedlung nach Michelnau zu erteilen. 'Jena sogleich zwei Manen nach M« kommen könnten, so wäre dies n. E« nach noch besser« Hier ist allerdings eine Schwierigkeit zu beachten : Es ist nur ein Be Kt vorhanden, sodass noch ein zweites von irankfurt aus nach L!« gebracht werden muss. Könnten Ule eventuell ein Bett sicherheitshalber nach Michelnau bringen lassen oder sollen wir ein huftschutzbett aus dem useum