Fräulein Helene Meurer Frankfurt a/Hain
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liebes Fräulein Meurer !
Bei meiner gestrigen Hück-kehr aus Frankfurt habe ich eine peinliche Geberraschung erleben müssen. Der Bürgermeister von LücheInau erbat in einer dringenden Angelegenheit meinen sofortigen Anruf. Ich kan sogleich seiner Litte nach und musste nürer, dass sich jemand ernstlich um das Lauschen von Frau Yüid bemühe, und ich musste sofort Eingreifen, wenn wir nicht Gefahr laufen wollten, neben das Fest gesetzt zu werden, die können sich denken, dass ich daraufhin sofort hingefahren bin. Ich habe mit den Bürgermeistern von Michelnau und hidda heute verhandelt und die endgültige Zusage auf Zuweisung des Hauses erhalten. Beide Herren haben dringend empfohlen, das Belegen des Hauses sofort zu vollziehen, damit weitere Schwierigkeiten vermieden werden. Der Interessent ist also aus dem Felde geschlagen und jede ■-■efaiir beseitigt.
Ich bitte Sie, sogleich nach Erhalt dieses Briefes zu Frau ..ild gehen und den beiliegenden Bris> (offen, bitte lesen) abgeben zu wollen. Ich wäre sehr dankbar, wenn Sie den Vertrag mit Frau Bild zum Abschluss bringen würden. die Höhe der Miete könnte ja irmier noch festgesetzt werden. Ich erbitte Ihre Vorschlä ge. Frau Yild wird mit dieser Hegeiung sehr einverstanden sein.
Ich schliesse dies aus der Unterhaltung., die sie mit dem Bürgermeister von lüchelnau bei ihrer gestrigen Anwes enheit dort geführt hat.
Ich bin in dem Haus gewesen und habe mir die Inneneinrichtung angesehen. Vor Staunen habe ich mich fast auf den - Hucken gesetzt. Fliessendes Fässer, fabelhafte Hinrichtung, also etwas, was man im sechsten Kriegsjahr überhaupt nicht mehr erwarten durfte, Ben beiden Damen steht John-und Schlafzimmer, sowie Küche zur Verfügung, ich bitte dringend, da die BUG als Mieterin auf tritt, die dort Wohnung nehmenden Damen anzuweisen, dass sie die Möbel pfleglich behandeln. In der laiche ist elektrischer Herd und KLohlenherd vorhanden, sodass also für alles gesorgt ist.
Mit dem Bürgermeister von Michelnau habe ich gesprochen, und er wird die Damen in jeder Weise unterstützen.
Damit dem Sunsch der beiden Bürgermeister entsprochen wird, bitte ich Sie inständigst und dringend zum mindesten einer Dame Ihrer Bibliothek den Auftrag auf Geber Siedlung nach Michelnau zu erteilen. Wenn sogleich zwei Damen nach M. kommen könnten, so wäre dies m. E, nach noch besser. Hier ist allerdings ein.© SchiTierigkeit zu beachten ; Es ist nur ein Bett vorhanden, sodass noch ein zweites von Frankfurt aus nach LS. gebracht werden muss. Könnten Sie eventuell eia Bett sicherheitshalber nach Michelnau bringen lassen oder sollen wir ein Luftsehutzbett aus dem Museum