Herrn

Prof.Dr.Robert MERTENS

(16) (Pberlais über Nidaa/Obh.

29.12.1944

Lieber Herr Mertens!

Gestern höbe ich eingehend, mit den Herren Kopp und Pape wegen Ihrem Wunsche gesprochen. Beide sind angewiesen, die Ar­beiten ifc Ihrem Sinne durchzuführen. Leider wird Her>r Kopp z.Zt. durch die Kälte an der Aufnahme der Arbeit gehindert.

Ich nShmtz an, dass die Gesamt-Inventarliste längst in Ihrer Hand sei. Ich habe gestern Herrn Dönni aufgetragen, dass Ihnen eine fertig vorliegende Liste schnellstens zugeht.

uberbessingen werde ich in der nächsten Zeit von hier auf- neximen lassen, herr nopp ist beauftragt, Scnwickartshausen und Walamichelbach in nächster Zeit zu besuchen.

Herrn Scholl war leider durch das Einsetzen der Kälte und das Zufrieren unserer Wasserleitung am Kommen verhindert. Gestern sind wir in schneidender Kälte 23u km mit dem Motorrad nach Bad öchwalbach gefahren, um persönlich bei dem dortigen handrat Einspruch gegen den Raumungsbefehl des -^chulsaales in

überjosbach einzulegen. Nachdem ich den handrat von der drin­genden Notwendigkeit der Beibehaltung der Räume überzeugt habe und er nunmehr die bisher vorgebrachten schulischen Interessen

zu Gunsten der Senckenberg-Sammlungen fallen gelassen und diese Ansicht schriftlich der Regierung mitgeteilt hat, hoffe ich, dass der Saal uns erhalten bleibt.

'issen Sie, was sich Hoogenboom in Michelnau eeleistet hat?

Wenn nein, so lassen Sie sich bitte von Herrn Scholl berichten.

An die Fortführung der Arbeiten werde ich denken. Hoffent­lich kann Scholl und Popp nächste Woche nach dort kommen.

Anfang des Jahres fahre ich nach Berlin, Celle und Hannover Haben Sie etwas in Berlin zu erledigen?

Müssen die Vogel-Sammlungen noch im Winter überprüft werden und allfällig Globol nachgefnllt werden, oder kann diese Arbeit