Herrn
Prof. Dr.E.MARX Frankfurt a.M.
Myliusstrasse 6
12. 9« 45
Sehr verehrter Herr Professor!
Zu meinem Bedauern habe ich erst jetzt erfahren, dass Sie bereits vor einiger Zeit Ihren 75.Geburtstag feiern konnten.
Wenn auch verspätet, so möchte ich doch nicht versäumen^ Ihnen noch nachträglich meine herzlichsten Glück-und Segenswune sehe auszusprechen. Ich verbinde damit den Wunsch, dass Sie uns noch recht lange zum Wohle unserer Gesellschaft erhalten bl eiben mögen.
Ich habe schon versucht, Sie zu erreichen und Ihnen mitzu« teilen, dass sich Herr Dr.LOTICHIUS als der neue Direktor der Ge= Seilschaft vorgestellt hat. Ober die 2-stündige Besprechung hätte ich Ihnen gerne einmal ^Bericht erstattet und vor allem gerne Ih« ran erfahrenen Rat gehört. Herr Dr.LOTICHIUS hat mri ein Schrei« ben von Dr.De B AEY vorgelegt, aus dem zu entnehmen ist, dass Herr ßeheimrat ZUR STRASSEN dahinter steckt. Wenn ich auch den ersten Angriff abgeschlagen habe, so bin ich überzeugt, dass in Kürze der Angriff eine Wiederholung erfahren wird. Bis zu diesem Augenil blick müsste ich Sie unbedingt einmal gesprochen haben. Damit Sie sich nicht in das Museum zu bemühen brauchen, bitte ich dem Überbringer dieses Schreibens angeben zu wollen, wann und wo ich Sie sprechen kann.
Mit besten Grossen und Wünschen an Sie und Ihre Frau Gernah«
lin
Ihr dankbarer
Prof.Dr.Reuling