am Pl.8.1945.

'. Gerald P.R.Martin 3üdesheim /Obh. Bahnhofstraße b.Rehling.

Herrn !

Prof. Dr. H.Th. R e u 1 i n g Senckenbergische Naxuiforschende Gesellschaft Frankfurt. a/M.

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Lieber Herr Reuling,

Angesichts der Tatsache, daß man zurzeit mit allem Wünschen, die auL Weiterarbeit' im Universitäts- oder Museums- Betrieb gerichtet sind, kurz treten, muß, habe ich mich erneut einer praktischen Tätigkeit zugewsndt, die während dreier Jahre den Kern m meiner- wehrgeologisehen Arbeit darstellte: die Erschließung von Trink- bezw. Nutzwasser. Schon habe ich einige Interessenten bei der Hand, und es macht mir Freude, mich auf diese Weise nicht allein in meinem Fach nützlich machen sondern auch für meinen Unterhalt etwas sorgen zu können, da es ja auf die Dauer unmöglich ist, nur von Substanz zu leben. .

Eine wichtige Frage materieller Natur ist es nun, die mich heute veranlaßt, von Ihnen eine vertrauliche Auskunft- zu erbitten. Es handelt sich darum, daß mir weder die Höhe der in Preußen für eine derartige Beratungstätigkeit üblichen Gebiinren, noch ihre Berechnungsweise bekannt ist. Ich möchte doch diese Grenze nicht wesentlich über- oder unterschreiten, um mir selbst oder Anderen nicht dadurch zu schaden. M.E. errechnen sich .die zu fordern den Gebühren aus verschiedenen Koeffizienten, wobei vermutlich a) die Größe des Objekts

- b) die Länge der für die Begutacntung angewandten Zeit

c) der Anteil der Außenarbeit daran

neben anderen die Hauptrolle spielen. Wenn Sie mir auch nicht exact

die beim Reichsamt üblichen Tarife anzugeben vermögen,- so E rden Sie