Herrn
Obersteiger KLOTZ ( 16) Hieber--Ohmen
bei Mücke
17.10.1944
Sehr geehrter Herr Klotz!
Endlich komme ich dazu, den bereits fernmündlich zum Ausdruck gebrachten Dank, Ihnen auch auf diesem ^ege nochmals auszusprechen. Sie haben damit die Fertigstellung der Häuschen ermöglicht und gewährleistet.
Nun hatte ich noch eine weitere Bitte, die ich vertrauensvoll Ihnen vorzulegen mir erlaube. Da der vorhandene 0rtenber= ger Sand für die Durchführung der Bau-Arbeiten nicht ausreicht, muss ich schon jetzt die Beschaffung der noch fehlenden Menge ins Auge fassen, damit dieser bei Bedarf zur Verfügung steht. Die Beschaffung ist aber durch die Transport-Schwierigkeiten zur Zeit fast unmöglich. Ich erlaube mir daher die Bitte an Sie zu richten, ob Sie nicht durch Gestellung eines Fahrzeuges zur Heranbringung von 10 Tonnen Sand aus Ortenberg helfend eingreifen könnten. Ich wäre Ihnen sehr zu Dank verbunden, wenn Sie mir diesen Dienst erweisen könnten.
Sollten Sie die Transporte ausführen können, so wäre ich Ihnen für eine fernmündliche Nachricht dankbar, damit ich die endgültige Bestellung aufgeben und die Herausgabe des Materials veranlassen könnte.
Ich sehe Ihrer Nachricht mit Spannung entgegen.
In der Hoffnung auf einen zusagenden Bescheid und mit den besten Grüssen.
Heil Hitler!
SENCKENBERG1SCHE NATUEFORSCHENDE GESELLSCHAFT
Prof.Dr.H.Th.Reuling