wiedergegebenen Antworten sind eine inhaltliche Zusammenfassung dessen, was Herr Dr. Kanngiesser gesagt hat, keine wörtliche wieder gäbe.
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Frage 1 : Nach welchen Gesichtspunkten ist das Museum auf gebaut ?
Dr. K. interessiert sich vor allem für die zeitgenössische Gelehrtengeschichte. Der Mensch, was er arbeitet, der Mensch in seiner Umwelt, die Umwelt selbst, seine Lebenseinstellung, was er schreibt was er publiziert, seine Biographie* Kurz alles, was in einem Zusammenhang damit steht, ist für Dr. K. wertvoll und wird von ihm gesammelt.
Frage 2 : ln welcher Form denken Sie sich eine Eingliederung der Sammlung in den Rahmen der Universität ?
Dr. K. hat festgelegt, dass sich seine Frau nach seinem Ableben mit der Stadt Frankfurt zwecks Uebernahme des Museums in Verbindung setzen soll* Nun möchte er seiner rau diese Arbeit abnehmen und noch selbst die notwendigen Schritte unternehmen. Es muss sich ein weg finden zur Eingliederung seiner Sammlungen in den Univer
sitas. Er will sein Werk in treue Hände übergeben. Jetzt stellt er nur die Fragen, wie das geschehen kam und bittet alle zuständigen Leute darüber nachzudenken* Das Haus sollte ein fempel der Wissenschaft und Kunst bleiben. Dr. Kanngiesser wäre es am liebsten, wenn das Haus unverändert so weitergefuhrt würde wie bisher* Da er nicht für Zentralisation ist, sollte alles in Braunfels bleiben* Nach seinem Ableben müsste ein Verwalter eingesetzt werden, der die Saumlungen in seinem Sinne verwaltet.
Die mir vorgetragenen Gedankengänge gehen auch aus dom mir übergebenen Schreiben (Anlage 1) klar und deutlich hervor t w Durch Eingliederung des Museums in den Neuaufbau der Frankfurter Universität .. . . den staatlichen Schutz, ev. such die Protektion
durch die Uno zu erstreben .... dass ..das Museum nicht durch
Kunst- und Wissenschaft-feindliche Banausen und Demagogen mit Zwngfs- einquartierung degradiert wird. ”
Frasre 3 : Ist mit einer eventuellen Uebernahme der Sammlungen eine finanzielle Verpflichtung seitens der Stadt Frankfurt aAi. verbunden'?
Dr. Kanngiesser hat die Absicht, mit dem Inhalt seines Museums seinen Haus- und Grundbesitz (schuldenfrei) und seinen und seiner Frau gesamten Geldbesitz zu treuen Händen zu übergeben, in dem Sinne, dass alles so weitergeführt wird wie bisher. Um hier