Geologisch -- Palaeontologisches
Institut und Museum Münster i.W., den .8 ..•A.Ugust
Pferdegasse 3 . Fernruf 24071, Nebenst. 132
der Universität
Herrn.
Pr of .Dr *R «.Richter Frankfurt a»M» Senokenberg Ankage 2.5
Sehr geehrter Herr Kalleget
Mit “bestem Dank bestätige ich den Eingang Ihres freundliche Schreibens vom 18.7 «> nebst einliegendem Manuskript.Ich glaube * der” St r ei Olbertz.—friebel"ist auf einen sehr einfachen Nenner zu bringen.Wie .man ea gewohnt ist,macht man es am besten.Ich habe mich inzwischen auch an die Auslesevorrichtung von Hecht—Richer gewöhnt und komme damit sehr gut aus. Der Kummer,dass eine kleine Form ab und zu einmal nicht schon beim ersten Abstreifen von der Nadel geht,ist sehr gut zu ertragen,dabei ruht man sich gerade etwas aus,Es kommt dies aber sehr selten vor,seitdem ich von einem Zahnarzt Klebewachs erhalten habe,grosse Formen haften bei diesem Mittel immer ohne Schwierigkeit.Bei einer 25fachen Vergrößerung auszulesen,ist leider beim westfälischen Kreidematerial nicht möglich,da hier die Formen 'für diese Vergrößerung fast durchweg^ zu klein sind.
Einen Fortschritt erblicke ich in der neu beschriebenen Aus— lesevorrichtung,da hier in einem Auslesevorgang Foraminifern und Ostracode getrennt werden können.
Für das Aussuchen der Olobigerinen der Kreide danke ich Ihne
mit der Zeit das tertiäre und re- ausdehnen werden.Ich habe vore(§^t nur einmal mit dem Mesozoikum.
„ um nicht in der Flut des Materials zu ersticken.
I Wie ich schon in meinen vorhergehenden Sohreiben mitgeteilt
habe,bearbeitet Fräulein Dr.Qlbertz im Aufträge des Reichsforschungsrates die Rotalien.Wir wären Ihnen daher auch sehr zu Dank verpflichtet,wenn Sie uns ebenfalls die Rotalien(Mesozoikum bis rezent)zusenden würden.üm Sie nicht mit ‘dem Auslesen zu belästigen,mache ich Ihnen den Vorschlag,dass Sie uns von den in Frage kommenden Proben Material,das für gut 2. Schüttunj- *en reicht,zusenden,das Auslesen würden wir dann vornehmen.Dies Verfahren 'hätte auch den Vorteil,dass wir dabei die Häufigkeit und die Faunenvergesellschaftung kennen lernen würden,was für die Untersuchung nur von Vorteil wäre*
) Zu einem. Austausch der Erfahrungen und des Stoffes sind wir
sehr gerne bereit.Fräulein Dr.Olbertz ist schon dabei,das Ostracoden- Material für Herrn Tretbel herauszusuohen.Die erste Sendung wird Ihnen bald zugehen.An welche Adresse sollen wir das Material senden?Wir wären Ihnen sehr dankbar,wenn Sie uns mitteilen würden,wie Sie diesen Austausch sich denken.Wir bearbeiten z.Z.hier die Ulobigerinen und Rotalien monographisch, streng paläontologisoh.Ferner untersucht Fräulein Olbertz 1arH das neu anfallende Material aus der Oberen Kreide Westfalens
Mit ergebensten Orüssen auch von Fräulein Dr.Olbertz.
Heil Hitler!
/ CCi/vwv 1 xhr
/VVwt •
fd. . it; ( vijMw N"- ^^ •
y 1/ (a-iM-zi
mationen
begonnen
fri- ■. j/"'Wv | ■ > -
laufei