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Kleinere Mitteilungen

entwicklung in Sachsen und vermutlich auch in den Sachsen benachbarten Grenzgebieten durch die Natur selbst beendet worden ist, so daß es 1942 zur Beendigung der Kalamität keiner größeren Eingriffe mehr bedurft hätte. Wo sie 1942 trotzdem noch vorgenommen wurden, waren sie vermutlich überflüssig und, wo begiftet wurde, sogar schädlich.

Auch bei der Nonnenkalamität der Jahre 19371942 hat sich somit in Sachsen die Richtigkeit und biologische Zweck­mäßigkeit der hier seit Jahrzehnten durchgeführten Be­kämpfungsmethoden gezeigt: obgleich in weiten Gebieten des Landes Sachsen die Nonne seit 1936 in eine deutliche Massen­vermehrung (nach sächsischen Maßen gemessen!) eintrat, gelang es, im Gegensatz zu den von anderer Seite auf Grund der gesammelten Puppenhülsen gestellten Prognosen, die Schadwirkung der Nonnenvermehrung mittels Leimen und Abfaltern so lange hintanzuhalten, bis die Natur selbst durch Ungunst der Jahre die Massenentwicklung beendete.

Nur an ganz wenigen Stellen innerhalb Sachsens (Klein­trebnitz, Mühltroff) mußte das unbiologische und unerwünschte Radikalmittel der Begiftung angewandt werden, in Klein­trebnitz im Jahre 1938 aus militärischen Gründen, in Mühl­troff 1939, 1940 und 1941 deshalb, weil dort die allerersten Anfänge der Massenvermehrung zunächst nicht genügend be­obachtet und die nötigen Maßnahmen nicht sofort im erforder­lichen Umfange durchgeführt wurden.

Trotzdem gelang es dank der seit 3 Jahrzehnten in Sachsen bewährten biologischen Methoden des Leimens und Abfalterns auch dort, die Schadwirkungen flächenmäßig auf ein Minimum (insgesamt etwa 1 ha Kahlfraß, etwa 3 ha Lichtfraß) zu beschränken.

Auch der Verlauf dieser Kalamität hat somit, ebenso wie der Erfolg bei den beiden vorangehenden Massenvermehrungen in Sachsen, voll bestätigt, daß man der Nonne i m weitesten Umfange ohne das unerfreuliche und un­biologische Mittel der Begiftung Herr werden kann, so­fern man nur in der Lage ist, eine sich vorbereitende Kalamität frühzeitig genug zu erkennen.

Daß hierzu anderer Methoden bedarf als der so­genanntenPuppenhülsenprognose, wird zu gegebener Zeit dargelegt werden. Hier sei nur soviel gesagt: ist die Massen-