Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft

gegründet 1817

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Lieber Herr Professor!

Vielen Dank für Ihre beiden Briefe vom 29.19, und 5.1.45, die ich mit gleicher Post erhielt.

Ich danke Ihnen für Ihre Bemühung beim Bürgermeister in Nidda. Wollen wir hoffen, dass wir Erfolg haben.

Wunschgemäss sende ich Ihnen die Aufstellung über meine Auslagen. Erl. Wolfart beantwortet Ihre Anfrage selbst.

Ich habe mir eine kleine Aufstellung gemacht, wie die Aus­weichlager besucht werden müssen und wie lange .jede Durchsicht etwa in Anspruch nimmt, nicht eingerechnet ist die Fahrt. Die Arbeiten müssten Ende Mürz/April vorgenommen werden und dann noch­mals im August/September. Das wäre wohl am sichersten. Anzufangen ist mit Schönau und Oberjosbach. Affolterbach / Hammelbach / Glatt­bach / Beerfelden / Hirschhorn können am zweckmässigsten nachein­ander vorgenommen werden. Die Anzahl der durchzusehenden kästen lein ist nicht massgebend für die Arbeitszeit, es muss auch bei^o- sichtigt werden, ob die Schränke hoch sind? ob die Vogelkisten W hoch aufgetürmt sind u.s.w. Stichproben müssen auch bei den Her­barien gemacht werden. In R&mholz habe ich keine Befürchtungen, weil dort beide Räume stark nach Paradichlorbenzol riechen* Para-

Frankfurt a. M., den Hl: 1945

Senckenberg-Anlage 23

K/09M