19.2.46

Lieber» Herr Professor!

1. Frau Stiefel fährt morgen nach Mainz und wird dort hcf

festlich den Stempel für mich bekommen. Vorsorglich werde ich morgen beim MG einen Pass für mich beantragen, denn sicher muss ich ja noch mindestens einmal nach dem franz. Gebiet und unsere Pässe, diBxäis in denen die Ausgangsbeschränkung aufgehoben ist, müssen zur Neu­ausfertigung eingereicht werden, bis zum 1.3.46. Ich denke, dass man das gemeinsam für alle machen wird.

2. Ich weiss, dass die Arbeiten-auf dem Dach jetzt vor­dringlich sind, möchte Sie aber doch bitten für einen Regentag die

Arbeiten in meinem 3immer vorzumerken. Auch steht noch immer eine Vogelkiste mit Libellen und Büchern im kleinen Hörsaal, die in mei­ne Wohnung geschafft 'werden müsste.

3. Die Bücher LL8 von Prof.Sack sind nunmehr grob geordnet

und ich habe Frl.Wolfart beauftragt, die Kartei unserer Dipfeeren- Schrif.ten von Oberlais mitzubringen, sodass wir darangehen können, zu vergleichen, was uns fehlt. Es wird sicher eins ganze Menge sein soviel kennte ich jetzt schon feststell/an. Ich habe mich bei Herrn Sack.bedankt und dann erst von Dr. Zilch gehört, dass Sammlung und Bücher noch garnicht uns gehören, da ich einen Briefwechsel über­haupt nicht zu sehen bekam.

4. Ich.habe Herrn Sbholl- wegen meiner Schüssel gefragt.

Er sagt, dass sr zwei Bezugscheine für Schüsseln gehabt habe und zwa einen von sich und einen von mir. Er begreift es nicht, warum man mi damals die Schüssel, als sie in dem kleinen Zimmer auf dem Schrank stand, nicht gleich gegeben hat. Wer hat nun eigentlich meine Schüs­sel?

5. Wollen Sie, bitte, einmal Anweisung geben, dass Frl.

Wolfart ein Paar Gummistiefel bekommt. Sie hatten es schon lange zu­gesagt , aber Frau Richter erbittet noch Ihre Anweisung.

Einen Bericht über die letzten 25 Jahre habe ich hier

beigefügt. Er ist absichtlich kurz gehalten, denn man wird ja von jeder Abteilung etwas bringen wollen.

Ferner liegt ein Bericht über Ramholz bei.

Nun wünsche ich Ihnen noch gute Besserung undgrüsse

Sie herzlich