Fin^nzverwal t ung der Stadt
F rankfurt a/Main
23. 2. 45
Betr. Zuschuss der Stadt Frankfurt a/ :ain
Die Senckenbergische Maturforseilende GesejL.so.aaft bittet die Stadt Frankfurt a/iiain, auch den gesperrten feil des Zuschusses in Höhe von U. 29,000.- für das Jahr 1944/45 zur Auszahlung bringen zu wollen.
Begründmag :
A. Minder-}" innahmen.
Die Gesellschaft hat in -Taüre 1944/45 beträchtliche
Mindereinnahmen an Beiträgen für Mitglieder und Freunde, die durch Tod aus den Reihen dsr Sencken - berger gerissen wurden, oder durch Ausbombung die Verbindung zu lenckenberg verloren haben, sowie sfür Anzeigen in unserer nur noch alle zwei Monate erscheinenden Zeitschrift 11 Natur und Volk*’.
B . Mehr - Ausgaben.
iusätslich koLiiaen hierzu
egeriiber dem. vergangenen
Jahr vermehrte /' usgaben :
1. Das Gehalt, für Herrn Dr. Triebei musste weiter von der Gesellschaft aufgebracht werden .
ür den
usbau der uikropaläonto1cgischon Abteilung
waren grössere Beträge notwendig.
5. Die losten der Reise von Herrn Prof. Richter nach
/
Rumänien mussten von der Gesellschaft getragen werden«
4. Schliesslich sind der Gesellschaft beträchtliche
Ausgaben für Luftschutz, Luft-schutzwechen, Erhaltung und I ; f3ege der Ssiomlungen erwachsen, deren Ersatz vom Kriegsschädenamt nicht zu erwarten ist.
Wir brauchen nicht zu erwähnen, dass die Finanzlage der
Gesellschaft sehr angespannt ist, und diese die Auszahlung dankbar begrüssen würde.
Heil Hitler !
Senckenbergiscue Natur forschende Ge; eilschaft
Prof. Dr. Heuling