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Dr. Ernst Schmidt
Montana/s. Sierre, den 15*11.42 Les Bluets
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Sehr geehrter,: lieber Herr Dr. Reuling!
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Heute muß ich mir doch endlich wieder einmal ein paar Minuten Zeit nehmen und Ihnen für Ihre vielen liehen Briefe herzlich danken, die ich nicht beantwortet habe.
Ich komme halt noch immer nicht zur Ruhe mit all der Schreiberei um unnützer Schikanen wegen. Meine Möbel sind noch immer nicht von Luxemburg abgegangen; neuerdings wird zur Ausstellung des Umzugsattestes XMxiangi die Bestätigung durch zwei Zeugen ver langt, daß die bei Weiter liegenden Sachen wirklich mein Eigentum sind. Zurückzuführen ist das Ganze wohl auf Versehen oder Unterlassungen, die mein Vater begangen hat, als er seinerzeit seine Sachen abtransportieren ließ, ohne mir Kenntnis davon zu geben.
Auch das Diplom ist bisher noch nicht aufgefunden worden“ inem Vater schreibt überdies in seinem letzten Brief (vom 1.ds .1,1.) ,daß er eine Auffindung für nicht mehr möglich halte. Danach wäre es wohl das Gegebenste, wenn das Dekanat ein neues Diplom drucken läßt. Ein Mißbrauch des
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lten ist ja infolge des Fehlens der Unterschrift Se .‘Magnifizenz ohnehin ausgeschlossen.
Mein Vater vermißt auch das Exemplar meiner Dissertation, sen Übersendung seinerzeit unserer Haushälterin zugesagt worden war und die wohl über denselben Weg, wie die des Diploms erfolgt ist. Ich werde nun versuchen,ihm von hier aus eines zugehen zu lassen.
Vv'as ich Ihnen für den Druck der Dissertation anbieten soll, entzieht sich vollkommen meiner Kenntnis. Ich weiß weder, wie der Brauch bei den früheren arbeiten war, noch kenne ich den Verkaufs preis der Arbeit (ich schätze ungefähr 8-10 EM, jedoch ist mögl lieh, daß ich stark daneben rate). Für die über die Freiexemplare überschießenden 80 (oder 100?) Stück zahle ich selbstverständlich Ihre vollen Selbstkosten, wie dies stets üblich; was Sie sonst als Beitrag meinerseits in Rechnung stellen wollen, überlasse ich ganz Urnen.
Herr Bretz hat mir vor kurzem geschrieben und ich habe sogar bereits geantwortet. Die Sache haben Sie glänzend geregelt und ich darf Ihnen meinen auirichtigen' Dank aussprechen.
Zahlung Simon ist auch in Ordnung. Ich habe von Frau S. zwei Briefe mit allerlei interessanten Neuigkeiten erhalten, kann aber