Ich bin inzwischen auf die ausgefallene Idee gekommen, mich mit Trilobiten zu befassen. Dies® als vorbereitende L.ittei- lung, damit der erste Zorn meines Chefs schon verraucht ist, wenn er in den nächsten Tagen eine längere diesbezügliche Schreibe von mir erhält. Die Sache mit den Quellen ind den Seen ist aus
zwei Gründen etwas heikel. Erstens werden die Seen - was ich auvh aus verscheidenen anderen Gründen sehr b'edauere-nie ganz abgelassen. Zweitens treten die beobachteten Löcher sehr gehäuft auf und ist nicht ohneweiters eine so große Zahl von Quellen wahrscheinlich _ — zumal in allen Seen das gleiche Bild vorliegt. - An sich hat aber Ihre Idee den Vorzug großer Plausibilität und sind außerdem einige Quellen so gut wie sicher vorhanden,da der Untergrund aus■stark gefaltetem Schiefer besteht, dessen basser- hormzonte bei Anlage der Seen also jedesmal an mehreren Stellen geschnitten werden mußten. Ich werde der Sache weiter nachgehen.
Ich muß zu meiner Schande gestehen, daß ich die Anfrag« Heydrich unbeantwortet liegen gelassen habe,- allerdings kann ich .Säe ohne entsprechende Literatur,also vor Eintreffen meine - chen nicht beantworten. Senn ich gewußt hätte, daß sich dies solahge hinzieht, hätte ich ihm wenigstens zwischendurch einen kurzen Bescheid gegeben, was ich vielleicht jetzt noch tun werde. Auße.rdem beklagt er sich über das Verhalten des Herrn Lehmann, wozu ich vor einer Stellungnahme erst noch mit Herrn Prof.Richte: Rücksprache nehmen muß. Ich will mich bemühen in meinem nächsten ' JB.rie.fe an diesen nicht darauf zu vergessen.
Herrn Dönni bitte ich zu grüßen; ich wer-de ihm nächstens auch noch die 5 Rappen-Harke schicken. Er möchte bitte seinerseits die Briefe mit kleinen Werten der neuen Marken (an Stelle der Hindenburg) freimachen.'
Genug für heute und recht herzlichen Gruß und Dank
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