Dr. Ernst Schmidt
Montana^ s. Sierre, den 2.VII.42. Les Bluets.
Sehr geehrter, lieber Herr Dr. Heuling!
Vielen, .vielen Dank für Ihre beiden 1.Briefe vom 10.und
19.V.M., sowie vor allem für die günstige Erledigung der Y/ag engeschichte. Ich. erhielt vorgestern vom Zollamt Schaffhausen die Nachricht, daß der Wagen dort eingetroffeh und nach Lausanne weitergeleitet worden ist. Allerdings habe ich zu meinem Erstau nen bis heute keine Mitteilung aus Ansbach direkt betreffend die ib Sendung. Von Ansbach wird man sich dann noch einmal an Sie wenden und bitte ich Sie, das wie immer für mich ordnen zu wollen. Ich bin sehr froh, daß ich wieder einen großen Schritt in meinen Umzugsangelegenheiten weitergekommen bin. Von den für mich unentbehrlichen Dingen fehlt nur noch weniges, das versehentlich nach Bozen gekommen ist,und bezüglich dessen Übersendung mein Vater leider erhebliche Schwierigkeiten macht.
McljU*L
Ich habe auch inzwischen einen sehr lieben Brief/von He
Prof. Richter erhalten, den ich bald beantworten zu können hoff Einstweilen danke ich bestens für die Sonderdrucke und bitte um Entschuldigung wegen desjenigen über Synonymie, den ich sehr- wahrscheinlich schon erhalten habe und der wohl beim Umräumen in die neugebauten Zimmer zwischen einen anderen gerutscht ist. Ich bin noch nicht dazu gekommen alles richtig zu ordnen und auch nicht alle meine Steinkisten auszupac^en. Danke für die Anschrift.
Uh-d dann hätte ich noch eine ganz große Bitte an Herrn
Prof. Richter, die Sie Ihm einstweilen bitte vortragen wollen und die ich in meinem Schreiben nochmals wiederholen werde. Y/enn er die Genehmigung dazu ohne zu große Schwierigkeiten erhalten kann, möge er mir bitte von sich oder der Gesellschaft aus eine Beihilfe von etwa 500,- hierher zukommen lassen; zur Deckung der Auslagen für Hilfsmittel zur wissenschaftlichen ■..eiterarbeit außerhalb eines Hochschulortes, wie diese durch meine Krankheit erzwungen ist.
Herzlichen Dank und viele Grüße von
Ihrem/) ergebene