Lieber Herr Doktor Rauling!

Vielen Denk für die Zusendung der Quallenorbeit, wir beide sind sicher gleichfroh dass sie nun gedruckt ist uPrd men ihr von Kriegs- Schwierigkeiten noch garnichts anmerkt.Hs ist sicher kein Vergnügen, die Hefte in dieser Ausstattung weiter herauszubringen.

Auf den Brief aus Wilhalmshaveh habe ich nicht geschrieben, einfach weil ich keinen Rat?veiß. Die unteren Räume (Sammlung, Biblio­thek und Kurssaal) haben keine (liasfenster, das meint Leutnabt

Kipper in seinem Schreiben, sie sind ja nach der Zerstörung im Sommer nur mit Holz verschlagen worden. Und in diesen Räumen befinden sich ein Teil der Sachen vom Institut und von unsrBücher, Separate, Schreibtische Lampen, Teppiche, Couch, Geschirr und Allerlei, ich weiss es nicht mehr genau was oben und was unten im Luftschutzraum ist.Es tut mir sehr leid daß ich nun nicht einmal hinfahren und schauen kann, ob die Holzver­schalung dicht genug ist um gegen Regen und Nebel genügend zu schüzten, denn an einen andern Platz kann man die Sachen nirgends bringen. Aber die

Soldaten haben ja den Schlüssel zu diesen Räumen, man könnte sie vielleich

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bitten, einmal nachzusehn ob alles einigermaßen sich in gutem Zustand

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befindet, nicht feucht oder schimmelig ist. Zweck hat das allerdings auch keinen, man müßte dann Glasfenster machen lassen, die sicher in kurzer Zeit doch wieder eingeschraissen werden. Ich hoffe aber, dass die Holz­verschalung gut genug ist, sie sah sehr dicht und dauerhaft aus als sie neu war.

Es tut mir leid dass ich im Augenblick garnichts für das Institut tun kann, aber die Brut will genflegt sein! Von meinem Mann habe ich gute Nachrichten, man muß froh sein solang er in Riga ist und ''nur" zu frieren braucht; uns hier geht es gut, die beiden Kleien machen viel Hreu'SP Mit den besten Grüssen, auch an Herrn Prof. Richter

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