Herrn

Lt.Herbert MÖLLER Feldpost-Hr. 272J7 0

Rlg./Dö.2 7 25. 8. 42

Lieber H^rr Möller!

Prof.Riciriter und ich haben mit grosser Freude Ihren Brief vom 7*8.42 gelesen und daraus ersehen, dass Sie körperlich und geistig auf der Hohe sind und sich, wie immer, mit geologischen Problemen beschäftigen. Die Welteislehre ist allerdings nur eine einmalige kurze Beschäftigung wert, um bei passender Gelegenheit den fragendenLaien von der Unhaltbarkeit dieser Irrlehre zu über­zeugen. In unserer Zeitschrift »Natur und Volk» hat Prof.HUMMEL einen Artikel über die Welteislehre gebracht, den ich Ihnen hier zureiche. Sie werden aus dieser Arbeit erkennen, dass das ganze Gebäude ohne sichere geologischen Unterlagen aufgebaut aber nicht haltbar ist. Go ist s.B. die Entstehung der Braunkohlen-und Stein kohlenlager mit Hilfe der HÖRBIGER'sehen Flutwellen nicht möglich da Ja die. Lager -denken Sie bitte an die feinsten Wurzeln der Stigmarien bezw. die aufrecht stehenden Stämme- an Ort und Stelle entstanden sinci. Weiter: Wo sind denn die auf dLs Erde aufgefalle nen MassenST~^

Es ist Ja immer^sehr leicht, das Tollste vom Himmel herunter zu behaupten und dem anderen wird dann der sehr schwierig zu fuh-

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rende Gegenbeweis überlassen.

Hoffentlich geht Ihr Wunsch auf Fortsetzung des Studiums im Wintersemester in Erfüllung. Ich würde es Ihnen von Harzen gönne