Soldat
G. M A R T I N
Feldpost.-Nr. 2^268
6. 4. 41
Lieber Herr Martin!
Herzlichen D&nk für Ihren Brief aus dem Osten. Das Leben »wie Gott in Frankreich» hat also aufgehort und dem Gegenteil Platz gemacht. Ich hätte Ihnen gerne das gewohnte Abendessen in Gestal' von 10 - 12 Eiern weiter gewünscht. Dass noch nicht einmal ein Tj fen für den Durst dort zu haben ist, ist inder Tat für einen Soldaten fürchterlich. Was soll das erst im Sommer werden? Aber hoffentlich hat die Kompanie bis dahin eine anständige Kantine, wo man in aller Gemütsruhe einen Schoppen heben kann.
Hier geht alles seinen »langsamen» Gang weiter. Herr Dr.SOLLE ist nun auch einberufen worden. Sr ist bei den Kraftfahrern in Rudolstadt.
Ihrer Bitte auf Übersendung der 10 Sonderdrucke sind wir natürlich gerne nachgekommen. Ich lasse Ihnen anbei den Durchschlag mei nes Schreibens zugehen.
Herr Prof.RICHTER, dem ich Ihren Brief zu lesen gegeben habe, grüsst bestens und wünscht fernerhin alles Gute.
Mit den besten Wünschen und
Heil Hitler!
Ihr
vj