Sol flat

Karl MÄDLER Ballingbostel.,

5*739

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-r 19 . 5. 41

Lieber Herr Mädler!

Herr Prof.RICHTER hat mir Ihren Brief vom 28.4.41 zur Erledigung übergehen.

Ich habe mich wegen Ihrer Miete mit der Fürsorgestelle 4 in Bocken- heim in Verbindung gesetzt und folgende Mitteilung erhalten.

Frau PIERSON hat sich nach Rücksprache mit dem Fürsorgeamt einver­standen erklärt, Ihre Bücher, Gerate, Kleidungsstücke in Ihrer Wohnung aufzubewahren, sodass das Zimmer für eine Vermietung zur Verfügung steht. Frau P. erhalt für die damit verbundene Beengung ihres Raumes monatlich Mk. 8. -

Da Frau P.sich mit dieser Regelung einverstanden erklärt hat, ver­stehe ich die monatliche Forderung von RM.15.- nicht. Oder sollte diese Regelung erst nach dem Schreiben von Frau P. an Sie erfolgt sein?

Wie dem auch sei, ich teile Ihnen diesen Sachverhalt mit und erbitte Ihre Stellungnahme. Ich bin gerne bereit, mich auch weiter in Ihrer An­gelegenheit zu bemühen.

Hier ist noch alles beim Alten. Allerdings sind nun auch hier die er­sten Bombern gefallen. Und dies garnicht weit vom Museum entfernt an der Ecke Kettenhofweg/Beethovenstrasse. Die Luft schützVorbereitungen sind im Museum auf das höchstmögliche Maass gebracht worden. Aber uns allen=

re es l^ieber, wenn sie niemals in Tätigkeit zu treten brauchten.

Herr SOLLE ist auch einberufen worden. Er macht als Kraftfahrer Dienst