Herrn

H. H A S S E Treisberg Kr.Usingen

Rlg./Do .27

2. 1. 42

Sehr geehrter H®rr Hasse!

Bei dem mir zur Begutachtung übersandten Gesteinsbrocken handelt es sich nicht um eine devonische Grauwacke, sondern um einen Basalt.

Dieses vulkanische Gestein ist auf einer fast NordSüd streichenden Spalte in der Tertiär-oder Braunkohlenzeit auf­gedrungen und zwar an 2 Stellen

1. auf dem Ost-Hang des Pferdskopfs und

2. auf dem Ost-Hang des Feldkopfes (w.von Schmitten)

Die auf Ihrer Karte eingezeichneten Basalt-Fundpunkte stim­men sehr gut mit dem anstehenden Basalt überein. Es ist selbst­verständlich, dass der harte Basalt vor allem in der Eiszeit den Hang weithin überschüttet hat und so am Osthang weit verbreitet ist. Ich reiche Ihren Plan anbei nach Einzeichnung des Basalt« Ganges zu Ihrer Kenntnisnahme zurück. Es handelt sich also um ein an Ort und Stelle anstehendes Gestein, das wahrscheinlich auch zum Bau der Rihgwälle verwandt worden ist. Vielleicht ha­ben die vielen Basaltblocke überhaupt den Anstoss zur Erbauung der Ringwälle gegeben. Es wäre zu prüfen, ob auch auf dem Feld­kopf Ringwälle angelegt worden sind.

Mit grossem Interesse haben wir von Ihrem Aufnahmen gehört