Herrn

$r. L. HAPPEL . r Bataafsche Petrol.Maatsch. 30 Carel van Bylandtlaan Den Haag

8 . 3 . 41

Lieber Lutz!

Herzlichen Dank für Deinen Brief. Meinen Brief wirst Du inzwi­schen erhalten haben. Du hast daraus ersehen, dass ich mich noch­mals an Dr.SCHREIBER wegen einer Nachprüfung der Maasse gewandt ha­be. Ich habe noch keinen Bescheid erhalten. Im übrigen dürfte Dich interessieren, dass DOHLE schon einige Semester Medizin an der Li­ma mater Marburg hinter sich gebracht hat, unZ der Sohn bereits in Unterprima sitzt. Aus den Kindern sind im Laufe der Jahre Erwachse­ne geworden. Wir werden ältlich.

Nun zu Deiner Frage betr. der Anzahl von Studenten an den deut­schen Hochschulen. Hierüber kann ich Dir leider garkeine Auskunft geben, noch nicht einmal von Frankfurt a.M. Denn alle unsere Dokto­randen und Hauptfach-Geologieleute tragen Ja den grauen Rock.Wie» viel Leute davon wieder nach Frankfurt zurückkommen und nach Kriegs ende ihr Studium fortsetzen, ist nicht zu sagen.

Die Zahl der Studenten zurzeit ist also ganz unübersichtlich. Meine eigene Meinung nach dem Kriege geht dahin, dass ein verstärk* ter Zustrom auf die Universitäten und Hochschulen eintreten wird, zumal man den Frontkämpfern weitgehend entgegenkommen dürfte.

Allerdings wird auch der Bedarf an Leuten sehr gross sein. Denn man wird Ja nicht nur in Deutschland, sondern vor allem auch in un-