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Herrn Dr. Th. Reuling,
FRANKFURTa,^.,
Senckenberg Anlage 25
Haag, demi 9. Juni 1942.
Lieber Theo,
Vielen Dank für Deinen Brief vom 29. Mai, den ich heute erhielt. Er kreuzte einen Brief von mir an Professor Richter, den ich gestern abschickte. Da ich nicht wusste, ob Du schon wieder den Pionierrock angeaogen, habe ich das Schreiben an den Chef persönlich gerichtet. Es enthielt einen Brief von Dr. Janoschek, den Du am besten selbst beantwortest. Leider blieb der Brief einige Tage hier liegen, da ich wieder zu einem Lehrgang einberufen worden war.
Die ersten Proben von den niederländischen Bohrungen werden demnächst versandt. Ich lasse noch einen offiziellen Begleitbrief wegen der Zurücksendung der Kernkisten schreiben.
Deine Bitte um Proben habe ich von den Elwerath-Leuten selbst gehört. Ich glaube der gute Wille ist da, es fehlt der Elwerath vielleicht an Arbeitskräften, die das Material verpacken usw. Welche Arbeit mit der Probennehmerei verbunden ist, kannst Du daraus ersehen, dass wir nicht weniger als 7 Stellen (einschliesslich der eigenen Untersucher) mit Proben beliefern müssen. Bei Gelegenheit werde ich Dr, Heidorn etwas ermuntern.
Dass Franz Hecht auf Ceylon sitzt, ist beruhigend. Vor einigen Wochen war sein Bruder, der Leut. z. See Walter H., hier bei mir in schwerer Sorge, dass Fr. vielleicht auf dem von den Japanern torpedierten Transport mit Internierten gewesen sei.
Gottseidank ist er also noch am Leben.
3NM
toi
WA