Herrn

PAUL EIPPER Berlin-Zehlendorf

Klein Machnow

Litzmannhain 11

Rlg./Do.27 14. 4. 42

Lieber Herr Bipper!

Mit Freude und Betrübnis haben wir Ihren Brief gelesen. Wir wün­sch enn Ihnen von herzen eine recht baldige Genesung, damit Sie nach Jahrelanger Unterbrechung wieder einmal Ihre schriftstellerische Ta« tigkeit aufgreifen können. Ihre stattliche Lesergemeinde wartet schon seit langem auf ein neues Buch aus Ihrer Feder. Möge das Werk wieder ein voller Erfolg werden.

Sollte ein neuer Film zusammengestellt werden, so werden unsere Senckenberger erneut dankbare Zuhörer sein.

Ihrer Bitte auf Kennung der Daten soll gerne entsprochen werden. Zuerst fürchtete ich allerdings, Ihnen die Angaben erst nach dem Krie­ge geben zu können, da unsere Anstalt durch die Einberufung unseres Assistenten geschlossen werden musste. Die Scheiben unseres Anwesens sind bereits 4 mal zerschlagen worden. Zurzeit ist das Haus von Flak« Offizieren bewohnt, die sich des Anwesens und seines wertvollen In­haltes in liebenswürdiger Weise angenommen haben, und alles tun, um unser Forschungsgut gut über den Krieg hinwegzubringen.

Als ich mich vor einigen Tagen zum Schreiben niedersetzen und Sie auf friedvollere Zeiten vertrösten wollte, fiel mir ein, in den Tätig keitsberichten nachzuschauen. Dort fand ich dann in meiner eigenen M« düng die folgenden Angaben:

Do. 17.8.1933 Ankunft von P.EIPPER