Herrn
Kriegsverw.Rät Dr.C.DIETZ
Feldpostnummer 07515 AC
Az .13 Geol.14 8*6.42 Tgb. _Nr. 262/42
Rlg./Do* 27
13. 6. 42
Sehr geehrter Herr Doktor!
Haben Sie besten D&nk für Ihren Brief vom 8.6.42, besonders aber für die Zusage, die mikropalaontologischen Arbeiten unseres Museums durch Zurverfügungstellung von Bohrproben unter** stützen zu wollen*
Da gerade vor kurzem eine Arbeit über das Diluvium der Jade- bucht erschienen ist, begrüssen wir das Material aus dem Flan4 drien ganz besonders, da damit Vergleichsmöglichkeiten gegeben sind. Wie ich in der Literatur feststellte, stellt das Flan= drien das höchste Diluvium dar* Die liegenden diluvialen und pliozänen Schichten werden wohl nirgends bei den Bohrungen an- getroffen bezw. werden im Dünen-Bereich erst in grosser Tiefe stehen. Solltenjedoch bei irgend einer Gelegenheit einmal dies alteren Schichten, vor allem Oligozän und Miozän erbohrt werden, so waren wir auch für diese Proben sehr dankbar.
Zur Zeit werden in unserer mikropalaontologischen Abteilung die für die Gliederung der Erdöl»Horizonte äusserst wichtigen Schichten der Kreide- und Tertiär.Zeit (Rumänien, Wiener-und Mainzer-Becken, Nord-Deutschland) bearbeitet.Hierfür wäre zum Vergleich das Material aus dem Tertiär^ Belgiens und Frankreic erwünscht.