J/S
Würzburg, den 20. Februar 1942.
Anlage Hx.
Heinrich Vit. Dahlem, Würzburg.
Geophysikalisches Messgerät zur Ermittlung von Einlagerungen in
der Erdrinde.
Beschreibung.
Die Erfindung betrifft ein geophysikalisches Messgerät zur Ermittlung und Bestimmung irgendwelcher Einlagerungen oder Vorkommen in der Erdrinde.
Es ist bekannt, zum Zwecke der Lodenuntersuchungen die Uber dem Bode in verschiedenen Höhen sich bildenden elektrischen Pontebtialdiffe- renzen mittels Kollektoren und Elektrometer kn zu messen, um aus dem sich aus vielen Messungen ergebenden Verlauf der Aeguipotentialflä- ohen auf Art und Größe der Bodenvorkommen zu schließen.
Gemäß der vorliegenden Erfindung sollen keine eigentlichen Potential messungen resp. deren Gefälle über dem Boden vorgenommen werden, sot dem eine Ermittlung der Art und Stärke der kontinuierlichen Ausstrahlung aus der schnee- und eisfreien Erde gewonnen werden, die durch Feuerherde in der Erdrinde verursacht oder durch Einlagerungei z.B. Süsswasser, in der Erde akkumuliert und in verstärktem Grade ausgestrahlt werden. - Jn der gleichen Weise lassen sich alsdann die Einstrahlungen aus der Stratosphäre in die Erde messen, die in entgegengesetzter Richtung an jenen Stellen erfolgen, wo auf oder in der Erdrinde lagernde Metalle, Mineralwasser, Erze und Oele eine Ausstrahlung der irdischen Elektrizität teilweise oder ganz abschirmen.
Demzufolge schlägt die Erfindung die leitende Verbindung eines Kollektors von größerer Capacität mit einer oder mehreren Ausstrahlung! spitzen vor, wobei die Verbindung über ein Galvanometer bezw. über ein Strommess- und ein Spannungsmess Instrument erfolgt. Der Ausschlag der «Instrumente kann dabei gegebenenfalls noch durch Böhrenverstärkung empfindlicher gemacht werden, oder es ist auch möglich, die Empfindlichkeit der «Instrumente durch eine vor geschaltete,feinregulierbare Batterie zu steigern.
Jn der Zeichnung ist das dementsprechend arbeitende und für die Begehung eines Geländes besonders geeignete Gerät in einer beispielsweisen Ausführung wiedergegeben.
Es besteht im wesentlichen aus einer auf einer Stange zu tragenden Metallkugel, die im «Innern der Stange in leitender Verbindung Pit den elektrischen Messintrumenten und den am anderen Ende der Stange angebrachten Metallspitzen besteht.
Zur Erleichterung des Transportes dieses Gerätes ist die Anordnung so getroffen, dass die Kugel 1 mit einer Muffe 2 auf das metallene Ende der Stange gesteckt ist, die ihrerseits aus zwei Holzrohrstük- ken 5* 4 und einem dazwischengesteckten Handgriffteil 5 aus isolierendem Werkstoff besteht. Das gegenteilige Ende des Lehrstücks 4 trägt ebenfalls eine Metallkapsel zum Einfügen in die mit Spitzen 6 bewehrte Muffe 7 .
Die metallenen Enden der Lehrstücke Z und 4 sind nun in Verbindung mit den Leitungsdrähten 8 , 9 die in der Nähe des mittleren Handgriffes 5 nach aussen führen, bezw. in je einer Klemme zum Anschluß der Measintrumente enden. Die Messinstrumente, z.B. ein Milüam- pdremeter A und ein Millivoltmeter V, werden zweckmässig mit den
b .w