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Lieber Herr Ludwig !
In meinem Urlaub Mer im Vorspessart habe ich bei dem Eegenwetter |. die Müsse und Ruhe, um mir Gedanken über den Portgang der Bautätigkeit und die Finanzierung,unserer Gesellschaft za machen.
Es ist kein Zweifel, daß bei nüchterner Betrachtung der Lage das Bauen eigentlich sofort eingestellt werden müsste. Denn jede Wochen Bauen verursacht gewaltige Kosten, für die einfach kein Geld da ist. Das Bankkonto, das verhältnismässig hoch war,
Juli 1948
ist so weit zusammengesohrumpft, dass es gerad Gehaltszahlung ausgereicht hat.
Die Direktion der Gesellschaft, besonders Herr Prof. Mertens und ich
Museums in besonders schwerer Zeit erworben haben. Bei der Eröffnung des Museums und Lichthofes (hoffentlich schon im Herbst dieses Jahres) wird sich Gelegenheit bieten, Ihre Verdienste besonders zu würdigen.
Ich sagte Ihnen schon damals, daß Ihre halbtägige Anstellung nur für die Wiederaufbauseit einen vorübergehenden Charakter haben konnte, da ja hierfür keine etatmässige Stelle vorhanden ist. Die Zahlung habe ich alleine zu verantworten und kann das nun auch nach Ihren Erfolgen mit gutem Gewissen tun.
Freuen würde es mich,* wenn inzwischen Ihre Bewerbung um eine Stelle bei der Stadt Hanau Erfolg gehabt hat. Bis zum Abschluss der Bauzeit, Ende September, können Sie noch mit der monatlichen Zahlung von 75*DM rechnen. Ich hoffe aber sicher, daß Ihnen bis dahin noch eine Möglichkeit gekommen ist« Ich selber will mein Möglichstes tun, um Ihnen hierbei zu helfen und bitte Sie, die im senckenbergischen Interesse nötige dienstliche Entscheidung recht zu verstehen. - Mit den besten- Grüssen
bin ich Ihr -ergebener .
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