Frankfurt a. M., den 3.9 .1948

DER

OBERBÜRGERMEISTER

Herrn

Prof. Dy. Mertens Frankfurt a.M . Senckenberg-Institut

Sehr verehrter Herr Professor!

Wenn ich mich heute auf Bitten eines sehr angesehenen Mitbürgers, der an mich herantrat, für seinen Schwiegersohn, Herrn Dr. Fyitz Reichle, ein gutes Wort bei Ihnen einzulegen, an Sie wende, so bitte ich, dem Wunsch des Herrn Dr. Reichle wohlwollendes Verständnis entgegenzubringen. Ich weiss na­türlich genau, wie gross heute die Schwierigkeiten sind, einc<4 jungen Wissenschaftler die Möglichkeit zu beruflicher Mitar­beit in Ihrem Institut zu verschaffen..Auf der anderen Seite scheinen mir die in der Anlage beigefügten Zeugnisse des Herrn Dr. Reichle so ausserordentlich gut zu sein, dass meine Empfehlung auch aus sachlichen gründen voll gerechtfertigt ist. Vielleicht haben Sie.die Güte, Herrn Dr. Reichle einmal

zu sich zu bitten und mit ihm seine Berufswünsche zu erörtern.

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Jedenfalls danke ich Ihnen im voraus für dies erbetene Wohlwollen und verbleibe mit hochachtungsvoller Begrössung

Ihr stets ergebener

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