19. April 1932
Sehr geehrter Herr Professor!
Senckenherg dankt Ihn^en herzlich für Ihre teilnehmenden Worte zun Tode Prof. Drevermann’s. Es ist natürlich im Äugen— blick doppelt schwer: der bittere und unersetzliche Verlust und dazu die augenblickliche wirtschaftliche Lage. Der treueste Freund von Prof. Drevermann, pr 0 f. Richter, der ja schon seit 1909 mit ihm zusammenarbeitet, hat^ gottseidank die Museumsund Gesellschafts—Angelegenheiten, die Prof. Drevermann führte, in die Hand genommen und so haben wir die feste Zuversicht, dass Senckenberg auch diese Klippe übersteht.
Und nun noch besten Dank für die beiden Adressen, wir haben heute unter Bezugnahme auf Sie an beide Herren geschrieben. Famos wäre es, wenn sie sich bald anmelden würden. Bitte Herr Professor, denken Sie doch weiterhin in so freundlicher Weise an unser Senckenberg; es ist im Augenblick so dringend nötig. Ich denke noch manchmal an Ihre „Senckenberg- Direktions-Zeit» zurück. Damals trauerten wir um den unvergleichlichen Prof. Römer und heute um den unersetzlichen Prof. Drevermann. Aber der alte »Senckenberg—rjeist» der viele