zu trug die hiesige Stadtkasse 1000 Gulden bei, unter welcher Bedingung Hr. Eduard Rüppel zwei ägyptische Papyrusrollen der Stadtbibliothek überlassen hatte, und 5000 Gulden nebst der zu nothwcndigen Abänderungen und Ausbesserungen erforderlichen Summe wurden durch Unterzeichnun­gen wohlwollender Privatpersonen herbcigebracht. Nur so konnte diese reichhaltige Sammlung, welche schon seit einem Jahre in 3 großen Zimmern im Junghofe aufgestellt ist, ein Eigenthum der Gesell­schaft werden ohne derselben die Mittel zur Er­reichung ihrer übrigen Zwecke zu rauben.

Eine bedeutende Sendung von Naturgcgcn- ständen aus dem gesegneten Brasilien erhielten wir durch unfern Landsmann und correspondirendes Mitglied Herrn Freireiß, der dieses immernoch nicht genug bekannte Land schon seit mehreren Jahren in naturgeschichtlicher Hinsicht bereist. waren die zum Ausstvpfeu geeigneten Balge von 28 Säugthiercn, 332 Vögeln, 3 Amphibien, etliche tausend Jnsecten rc., zum Thcil sehr seltene, zum Thcil bisher noch unbekannte Thiere. Die Herren Inhaber des hiesigen Handelshauses M. A. Roth­schild u. Söhne hatten die Gewogenheit der Ge­sellschaft 1500fl., welchedemHrn. Freireiß fürdicse Sendung ausgcsetzt waren, zum Geschenk zu machen.

Ein anderer gegenwärtig in Brasilien befind­licher Frankfurter, Hr Mohrhardt, schickte mit derselben Gelegenheit, zum Zeichen seines Fleißes, etliche vierzig Thicrgerippe.