22 . 9 . 45

Herrn

Professor Dr. L. Be u t 1 er

Frankfurt a/.Main

Sehr verehrter Herr Professor !

Fräulein Old hat mir mitgeteilt, dass Sie glauben, den Vortrag nicht ein zweites Mal in Frankfurt halten au können .

Ich und eine ganze Reihe von Senckehberger Bedauern Ihre Absage sehr, hätten wir doch alle gerne Ihren Vortrag gehört.

V.'enn die Senckehberger nun in diesem Jahre verzichten müssen, so ist Ihre Zusage für das nächste Jahr umso freudiger be­grüßet worden. Das Thema erscheint mir sehr interessant, zumal Sie als Goethe-Forscher und -Kenner den Stoff in neuem lichte behandeln werden.

Ich habe mir erlaubt, Ihren Vortrag für das nächste Unterprogramm vorzumerken und werde zu gegebener Seit darauf zurück­kommen.

Hit besten Grüssen

Ihr sehr ergebener

irrof. Dr. Heuling