Frankfurt a.Main, den 25 .Oktbr. 36 .

!'ARL KULLMANN

i-.lANKFU.TT a. M.

Sattereheimerslr. J

Postscheck-Konto No. 47636.

An die Senckenbergische Naturforschenae Gesellschaft,

Frankfurt a.Main,

Senckenberg Anlage 25*

'T--

Ich habe Ihr Schreiben vom .yefii 19 .er. erhalten und Ihrem Wunsche entsprechend meinen freiwilligen Beitrag für 1936/37 suf RM.12. erhöht; diesen Betrag habe ich heute auf Ihr P.Sch.Kto. überwiesen.

Daß Sie mich alsvollberechtigtsten Freund fortan führen wollen, kann ich nicht als mich befriedigende Lösung betrachten, denn dieFreunde" sind eben nicht vollberechtigt, und ich sehe darin keinerlei Vorteil gegenüber denen, die sich jederzeit mit einem Jahresbeitrag von BM. 12. in die Reihen derFreunde neu aufnehmen lassen können. Es wäre mir beispielsweise gerade darum zu tun, auch die Samstagsvorträge jederzeit besuchen zu können, ohne jedes Mal vorher erst einen schriftlichen Antrag stellen zu müssen; (ich hoffe nämlich, daß ich in Zukunft - nach meinem be­vorstehenden Umzug nach dem Grüneburgweg,Nähe Palmengarten, - noch mehr Gelegenheit dazu haben werde als seither). Kurzum, ich habe damit gerechnet, mir mit meinen freiwilligen Beiträgen, deren evt]. Erhöhung - je nach Wirtschaftslage - ich für später in Aussicht gestellt habe, märh meine seitherigen vollen Mitgliedsrechte erhal­ten zu können, wenn Sie auch die BezeichnungEwiges Mitglied" meinethalben fallen lassen würden. - Ich bitte Sie, zu erwägen, ob Sie mir nicht in der Weise entgegenkommen können, daß Sie mir jeweils mit der Mitgliedskarte alsFreund-T- eine Karte zugehen las­sen, die zum Eintritt in die Samstagsvorträge berechtigt. Ueber eine evtl. Teilnahme sy Vorlesungen könnte man ja dann schließlich von Fall zu Fall verhandeln, wobei ich ebenfalls im Hinblick auf

die Umstände auf Ihr besonderes Entgegenkommen rechnen würde.

Ihrer