Sehr geehrte Frau Jacquet!

Die Geschäftsstelle legt mir Ihren Brief vom 18. 9 » vor. Da Sie ja selber Ausnahmen bei der Versendung des Rundschreibens nicht machen konnte.

Die hohen Verdienste Ihres verstorbenen Gatten, mit den ich sel­ber noch freundschaftlich zusammengearbeitet habe, sind unvergessen. Ebenso dankbar wird in der Geschieht unserer Gesellschaft das hohe Opfer unvergessen bleiben, das Sie uns seinerzeit gebracht haben. Die Marmortafeln im Hause werden immer davon Zeugnis ablegen. Auf der an­dern Seite sind leider auch die in Dollar eingezahlten Gegenwerte alle dahingeschmolzen, mit denen wir unsere Aufwendungen decken könnten.Es ist uns daher nicht möglich, die Zeitschrift ohne Bezahlung herzu­stellen und zu versenden.

Seien Sie aber überzeugt, dass Sie im Museum bei jedem Besuche immer willkommen sein werden, und dass es Ihnen ohne Eintrittsgeld offen steht. Ich Mnsehe von Herzen, dass Ihre Gesundheit es Ihnen er­lauben möchte, uns recht oft zu besuchen. Vielleicht werde ich dann selber einmal anwesend sein, und Sie begrüssen dürfen.

In vorzüglicher Hochachtung Heil Hitler»

Ihr ergebener

Prof.Dr.Rud.Richter