Leopold Frankel
An die
C'
kJ
enckenbergische Naturforschende G-esel
Frankfurt a. ocheffeis tr.
SencKenoerg-iin.Lage ^5
19;6
/
Zunächst bitte icii zu entschuldigen,daß icn Ihr
Schreiben vom 15 .Sept ember erst jetzt beantworte ; den Grund für diese Verzögerung werde icn noch angeben. I nren. --n Kann ich nur beistimmen. Auch ich habe schon seit langem empfun-
^?^L ^ ls^ZDÄLLL«°L°ÄLWiK^MAn nachdem clie^ fbrih eren LinzaüällnreKf-der Geldent^^^
MWMWMNM
mich recht entsinne,nach 1924 mehrfach kleinere Betrage freiwillig gezahlt;außerdem habe icn mich öfters bemüht Mitglieder fu.r die Gesellschaft zu werben; ich hoffe,nicht ohne Erfolg.
Da mein Einkommen in den letzten Jahren - zum
großen Teil infolge äußerer Verhältnisse - ständig zurückgegangen ist,war es mir leider nicht möglich,beitragzahlendes Mitglied zu werden. Ich hatte auch schon daran gedacht,Sie evtl zu bitten,mir die Hefte"Natur und Vclk"nicht menr zu schicken, da Ihnen durch deren Zusendung ja direkte Spesen entstehen. Schließlich entschloß ich mich,zunäcnst die weitere Entwicklung der Verhältnisse abzuwarten.
Als ich Ihr schreiben erhielt,erwog ich,mich als
"Freund"des Museums eintragen zu lassen,um wenigstens so den berechtigten Forderungen der Gesellschaft Rechnung zu tragen und um die Lektüre der schönen, int eress anteri Hefte,sowie den Besuch der anregenden Vorlesungen nicht entbehren zum müssen.
Da ich aber seit einiger Zeit damit rechnen muß,dass meine Erwerbsmöglichkeiten eingeschränkt werden ,wollte ich meinen Entschluß bis zur weiteren Klärung der Bachlage zurucksteilen.
Aus diesem Grunde hat sich auch die 3eainbwortung Ihres Schreibens bis heute verzögert.
Nachdem es nunmehr den Anschein hat,als ob meine
Berufstätigkeit Beschränkungen unterworfen werden könnte,kann ich mich zunächst nicht zur Zahlung von Beiträgen verpflichten. So sehr ich es auch bedauere,die Vorlesungen,die icn seit Jahren regelmässig besucht habe,nicht mehr hören zu können und so ungern ich die Sencken^erghefte entbehre,so muß ich doch unter den jetzigen Verhältnissen darauf verzichten. Das wenige,was ich eb .... ’ ■" ■ • ■ ■* onen zugute kommen
lassen,die keinerlei staatliche oder stad. ung
genieß —~ -
Verhältnisse es mir '@i , Iäuben~wurden,als zahlendes Mitglie^^wie— dcj.- 'tl?''TSTä't'ungen Ihrer Gesellschaft in Ansprucn nehmen zu dürfen.
Hochachtungsvoll