Fräul ein
Minna B,AYER
. Frankfurt a.M.
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Stalbangstrasse 26
Sehr geehrtes Frauleinj “
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Die Sesshaftssteile, die mit der Versendung ihres Rundschreibens
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Ausnahmen nicht machen konnte, legt mir Ihren Brief vom 17.9.36 vor. Ich habe volles Verständnis für die schmerzlichen Folgen, die durch die Vermögensvernichtung der Inflation für Sie entstanden sind. Aber, wie Sie Aa auch selber einsehen, haben die gleichen Folgen uns alle und namentlich die auf freiwillige Stiftungen angewiesenen Gesellschai ten betroffen. Diese letzteren sogar am allermeisten.
Wie Sie wissen, ist die Forderung nach einer Neuregelung von den Ewigen Mitgliedern selber ausgegangen, die darauf hinweisen, dass sie schon seit 12 Jahren erhebliche 'seitens-der Gesellschaft entgegenneh« men ohne ein Entgelt ihrerseits, denn die Gesellschaft muss ja diese Aufwendungen, da alles Gestiftete verloren ist, immer neu aus dem Lau fenden aufbringen.*Die*Beitragenden Mitglieder von heute müssen also den Ewigen Mitgliedern ihren Inflationsverlust ersetzen, wogegen sie die Einwendung erheben, dass das im geschäftlichen Leben nirgends üblich ist. Denn auch das ideelle Leben der Gesellschaft ist ohne geschäftliche Beziehungen nicht denkbar* die Unterhaltung des Museums (Beleuchtung, Personalkosten usw.) die Schumann-Vorträge,(Honorar un< recht teure Miete), die Samstag-Vorträge (Honorar und Reisekosten fvb