23. 2. 44

Sehr geehrter Herr St Betrat!

Ein schwerer Einschlag unmittelbar neben den Doppelmauern, durch Sie I das nördliche Erdgeschoss J&unkerartig geachutzt worden ist, bat dieses nicht erschüttert. In dieses Bunker mussten wir einen Teil unserer Sam» lungs-Schatz© unterbringen, die wegen ihrer Grosse oder Empfindlichkeit nicht fortgebracht werden können. Dies© Schutzbauten (unabhängig von der Frage, wie sie sich bei einem Volltreffer verhalten werden) haben sich also reichlich bezahlt gemacht. Wenn diese in Deutschland einmal!« gen und für die Wiederaufnahme der deutschen Wissenschaft unentbebrli* chen Forechungsmittel den Krieg überleben sollten, so werden die spa« teren Generationen es denen zu danken wissen, die dafür gesorgt haben* Es ist unsere Pflicht, Ihnen schon heute zu sagen, dass wir uns beaon« dars Ihnen zu Dank verpflichtet fühlen. Rach der. Kriege werden wir das vor der ganzen Welt, der alle diese Schütz© im Einzelnen bekannt sind, öffentlich in aller Deutlichkeit aussprechen.

Gleichzeitig müssen wir aber Ihre Aufmerksamkeit darauf lenken,dass das südliche Erdgeschoss, das einen nicht weniger wichtigen Teil unse­rer Forsöhungssamnlungen aufnebmen muss, zwar ummauert worden ist,aber die dringend notwendige Abdeckung und Verstrebung noch nicht bekommen hat. Das dafür notige Holz ist schon vor längerer Zeit vom Reichsfor» sehungsrat zur Verfügung gestellt worden und die Arbeiten wurden von Ihnen selber bei Ihrem 1A4I erfolgten Besuch für notig befunden und angeordnet.