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I. G. FARBENINDUSTRIE AKTIENGESELLSCHAFT
Direktions-Abteilung T
KONTEN
Reichsbank-Giro-Konto Frankfurt (Main) Postscheck-Konto 1442 Frankfurt (Main)
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Sonnabends geschlossen
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DRAHTWORT
Farbwerke
Frankfurtmain
POSTANSCHRIFT
I.G. Farbenindustrie Aktiengesellschaft, Frankfurt (Main)- Höchst
Herrn Professor Richter Senkenberg’sches Jnstitut
Frankfurt a/M.
Viktoria-Allee
FRANKFURT (MAIN)- HOCHST Dr.St/Kb.den 29. November 1955 .
Ä Betr. W a 1 o e 1
Sehr geehrter Herr Professor !
Ein für Sie evtl, wertvoller Artikel"über die Verwertung von Walfischen von Jakob Lund, Frederiksstad, steht in der Chemiker-Zeitung NL 24, Seite 241 (52.Jahrgang/1928). Dort ist Näheres über die aus den Tieren zu gewinnenden Mengen Tran usw. gesagt. Jch nehme an, dass Sie die Chemiker-Zeitung bei Herrn Prof. Jander im Chemischen-Jnstitut ohne weiteres auslei- hen können. Andernfalls könnte ich es auch möglich machen, Jhnen evtl, unser Exemplar für kürzere Zeit zur Verfügung zu stellen.
Jch muss nur eine meiner heutigen Bemerkungen insofern berichtigen, als, wie Sie aus dem Artikel sehen werden, nicht der gesamte Wal 70% seines Gewichtes an Oel liefert, sondern der Speck der Tiere, vor allem der Rückenspeck enthält 75- 80% an Tran.
Aus einer Notiz einer norwegischen Zeitung entneh
me ich noch, dass ein Wal bei einer Länge bis 24 m bis 150.000 Kilo schwer ist. Ein Tier von ca 70,000 Kilo gibt ca Z0.000 kg. Speck. Aus Letzterem erhält man 24.000 kg. Tran. Wir haben hier ausgerechnet, dass ein Walfisch vorgenannter Grösse an Oel soviel liefert wie 150 mittlere Bauernhöfe an Butter in einem Monat oder WiA- 280 Kühejf in einem Jahr.
Hoffentlich ist Jhnen mit vorstehenden Angaben ge- Eine Probe Walrat werde ich Jhnen voraussichtlich
Anfang nächster Woche noch zuleiten können.
Mit deutscthfaTTt G-p-nsc!
11—31306—1 M 394
Sämtliche Schriftstücke bitten wir uns mit Durchschlag zu senden.
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