Herrn

Jean RIEBLIKG Altweilnau i.T.

RlS./Pö.7öe 20. 10. 42

Sehr geehrter Herr Riebling!

Ihr Schreiben vom 17»10»42 hat uns allen eine grosse Freude be­reitet. Es gibt uns Kunde, dass Sie auch an Ihrem neuen Aufenthalts» ort Frankfurt und sein »Senckenberg» nicht vergessen haben. Glückli­cherweise nimmt Dank der rührigen Werbetätigkeit von Mitgliedern und Freunden die Zahl der Senckenberger dauernd langsam zu und wir hoffen, dass nach dem Kriege mit den vermehrten Aufgaben, die alsdann an unser Museum herantreten werden, die Zahl noch eine weitere Steigerung er­fahrt.

Vor allem nehmen Sie aber unseren herzlichsten Dank für die Spen­de (10 Mark) entgegen, die uns ganz besonders erfreut hat und die zum Schutz und Schirm unserer wertvollen und einmaligen und z.T. unersetz­lichen Sammlungen Verwendung finden soll. Das ganze Museum ist ein grosser Bunker geworden und die oberen Stockwerke sind restlos ge­räumt . Hoffen wir, dass wie von feindlichen Fliegern verschont werden und damit in Ihrem Sinne »ewig und noch 1000 Jahre» dem Ansehen un­serer Vaterstadt und unseres Vaterlandes unsere Kräfte widmen können.

Ihr Schreiben hat uns neuen Mut gegeben, all unsere Kraft im Dien­ste unseres lieben Senckenberg emnzusetzen.

Mit besten Empfehlungen und Heil Hitler!

Ihr ergebener

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Doz.Dr.Rauling