Abschrift.

Herrn

Dr. F.Haas

Dresden, am 25.November 1927.

Frankfurt/ Rain,

Sehr geehrter Herr Doktor!

Haben Sie vielen Dank für liebenswürdige Hebersendung der Sonderabdrüoke aus Natur und Museum "Unsere neue Konohylien Sohausamralung". Sohon im letzten Heft aus Natur und Kunst habe ioh Ihre Abhandlung als eifriger Konohyliensammlsr mit grossem Interesse gelesen, und es freute mioh ungemein,dass die aufgest eilten Konohy­lien in den beiden Sohrinnen gut zur Geltung kommen.

Seit meiner Jugendzeit, länger als 70 Jahre, befasse ioh mioh mit dem Sammeln von Konohylien und freue mioh heute nooh immerjüber die oft herrliohen Formen und Farben derselben, wenn ioh mioh mit meiner Sammlung beschäftige. Gegenwärtig stelle ioh die grossen Formen in eisernen Schränken von 2,25 m Höhe, 1,30 m Breite und 0,30 m Tiefe , die Konohylien nur auf Spiegelglasplatten mit polierten Kanten liegend,auf und zwar jede Gattung in einem besonderen Schrank. So habe ioh jetzt die Gattung M u r e x aufgestellt und eine sehr schöne vornehme Wirkung erzielt..

Von jeder Art stelle loh immer mehrere Bxemplare auf, um sie von allen Seiten zu zeigen. Hoffentlich kann ioh Ihnen bald eine Photographie von einem solohen fertig eingeräumten Sohrank schicken.

Ioh bedauere recht sehr, dass es in Dresden keine Kon- chyliensamml arggibt, ioh bin wohl jetzt der einzige noch hier und habe leider demnach gar keinen persönlichen Verkehr mit Konohyologen. Unsere Sammlung im hiesigen staatlichen Museum für Naturkunde Ist nur zum kleinsten Teil und sehrjdarf tig auf gestellt. Ss scheint hier leider wenig Interesse für diese so herrlichen Naturgebilde vorhan-