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23 .April 1530

Sehr» verehrter* ^err Direktor Guno!

Ihr freundlicher Ostergruss wurde nir sofort In den Taunus telephoniert und hat mir eine lebhaft empfundene Freude bereitet, es ist doch schon etwas Schönes um diese bewährte Hilfsbereitschsft der alten Frankfurter Firmen! Jedenfalls wäre für uns ein Durchhalten des Museums so gut wie unmöglich gewesen und ist auch heute noch manchmal zu Mut wie dem Reiter über den

Bodensee.

Mit dem herzlichen Danke für Ihre grosse Freundlichkeit verbinde ich die Bitte, dass das schöne Schaustück recht bald an seinem Platze aufgehängt werden möge; Herr Ing. Muff weiss alles, was dazu nötig ist.

Die Plane für das neue Museum sind grossenteils in meinem Kopfe fertig und wandern von dort langsam auf Papier. Ich vermute aber, dass noch eine ganze Menge Vorarbeit, vielleicht sogar eine kleine Vor-Ausstellung nötig sein wird, bevor die massgebenden Kreise sich von der Bedeutung der Gedan. en überzeuge lassen. Wenn wir erst einmal an den Bau denken können, dann wird Frankfurt sehr bald merken, dass da etwas entsteht, was es in keiner Stadt dee Erde gibt. Mit wiederholtem Danke und

ergebensten Grüssen

Ihr