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Herrn

Oberingenieur Walter HENNING Frankfurt a.M.

TftvterTindau 47

17. 1. 44

Sehr geehrter Herr Oberingenieur!

Auf Ihr freundliches Schreiben vom 22.12., das erst kurz vor Ihrer Postkarte vom 14.1. hier eingetroffen ist, haben wir mit Dank von dem freundlichen Interesse»Kenntnis genommen, mit dem Sie an unser Museum denken.

Nach Ihrer Schilderung muss es sich bei dem Schädel um einen Gegenstand handeln, der sorgfältige Beachtung verdient.Leider sind unsere Fachbearbeiter dieses Gebiets jetzt nicht zu errei­chen, sodass wir uns kein näheres Urteil erlauben dürfen. Das Mu­seum würde die ihm zugedachte Gabe mit aufrichtigem Bank entge­gennehmen, nur ist z.Z. hier niemand verfügbar, den wir nach Ber­lin schicken könnten. Durch die Einberufungen ist unser Personal ausserordentlich zusammengeschrumpft. Es wird eine Sache der Gele­genheit sein, auf eine vertrauenswürdige Person aufmerksam zu wer­den, die entweder von hier nach Berlin oder Von dort hierher reist und den Schädel mitnehmen könnte. Vielleicht ist Ihnen eine solche Gelegenheit bekannt,und Sie können uns einen Rat geben.

Mit verbindlichen Empfehlungen und

Heil Hitler!

Ihr ergebener

Prof.Dr.Rud.Richter