Frankfurt/M,den 26.2.1939

Sehr geehrter Herr Professor!

Zur Zeit diene ich bei der I.Flak-

Abteilung 29 in Ffm.-Hausen.Dort bin ich mit einem aus­landsdeutschen Jungen aus Süd-West-Afrika zusammen auf einer Stube.Er hat zur Ausgestaltung unserer Stube eini­ges Gerät südafrikanischer Eingeborener mitgebracht,dazu Geweihe dort vorkommender Tiere.Ausserdem hat er sich vor kurzem einige Vogelbälge in präpariertem Zustand schicken lassen',von denen er einen gern ausgestopft haben möchte, um ihn in unserer Stube aufzustellen.

Nun wollte ich Sie fragen,ob seitens der Sencken-

bergischen Gesellschaft eine Möglichkeit besteht,uns gegen Überlassung von fünf Bälgen einen sechsten auszustopfen.

Es handelt sich um die Bälge zweier Trappen,eines Blau­spechtes , eines Falken und zweier Südwester Kampfadler. Einen dieser Kampfadler hätten wir gern für uns ausge­stopft .

Ich wäre Ihnen sehr dankbar,wenn Sie mir eine kur­

ze Nachricht darüber zukommen Hessen,ob überhaupt und in­wieweit sich unsere Wünsche mit den Möglichkeiten und Grundsätzen der Senckenbergischen Gesellschaft vereinigen lassen.

Heil Hitler

Ihr ganz ergebener