Frankfurt a.M., den 21.12.44

Lieber Herr Professor!

1. Es hat noch geklappt mit der Gehälterüberweisung.Here Scholl kam

leider erst um 12 Uhr. Der Durchschlag liegt hier bei.Die HOOG RM.hat herr Scholl. Für mich hatten Sie diesmal kein Gehalt angewiesen. Ich habe mir daher einen rnfläenBetrag bewilligt und hoffe Sie damit einver­standen. Auch das Eiserne Sparen habe ich in der üblichen Weise einge­setzt. Die Barauszahlungen an Sie, Scholl, Triebei und Frau Richter er­folgen doch durch Sie bezw.Kasse Hungen. '

2. Die Arbeitszeit bei der Universität ist »zwischen den Jahren» un­verändert. Lediglich wird mit Rücksicht auf die Stromknappheit morgens »inoffiziell» 3t.Herrn Rail um 8 Uhr angefangen.

3. Hildebrand Tonrohre ist erledigt. Scholl ist mit dem Schreiben so­eben nach Darmstadt,um es Gesser auszuhändigen, der dann auf seiner Fahr] nach hier erst in Kelsterbach vorbeifährt und die Rohre mitbringt.

4. Emesco werde ich schreiben.

I

5. Herrn Schölten kann ich erst heute erreichen.

. 6. Fiedler hat Sperrholz geliefert. Erhält das alles Börner oder |

t bleibt ein Teil hier?

7. 3 Kisten Glas sind geholt und stehen hier bereit. __

8. Ich hoffe bald an die Erledigung der Angelegenheit mit dem Kriegs- Schädenamt zu kommen, möchte mich allerdings vorher noch einmal mit Herr Kop'p, der ßa die Aufzeichnungen damals dort gemacht hat, über Verschie­denes unterhalten.

Und nun noch einiges von mir:

1. Heute war Herr Kramer hier und hatte

^ Er fragte erneut, welche Druckstöcke sen konnten. Ich bitte um Ihren Bescheid.

Verschiedene zu fragen: wir ihm zum Abholzen überlas-

2. Angabe über Auflage und Anzahl der Sonderdrucke des jetzt fertig werdenden Heftes 5/Bd.26 der Siana.

3* Anbei seinen Entwurf für das Inhaltsverzeichnis des Heftes.

4. Herr Kramer meinte, ob wir nicht an die Druckerei in Paderborn für den bis jetzt fertiggestellten Satz von BURGK eine Abschlagszahlung (1600»- bis 1900.~RM) mit Rücksicht auf den Jahresabschluss leisten müssten.

5. Die StadtSparkasse fragt#, ob wir demnächst mit einem grösseren Eingang zu rechnen hätten. Ich bejahte dies unter Hinweis auf den vom Kriegschädenamt zu erwartenden grösseren Betrag.

6. Frau Wolfart war hier und bittet ihre einen Schein für 1 Paar Gum­mistiefel für ihre Tochter auszustellen.

7.Frau Bringezu fehlt seit heute. (Fuss verknackst).

Auch Ihnen beste Grüsse und Wünsche für« ein ruhiges Fest

Ihr

ttül