An das '

Wirtschaftsamt

Frankfurt a.M. Eschenheimer Anlage 34

9.10.1939

Betr.: Bewilligung von Seife.

Die Senckenbergische Daturfersehende Oesellschaft muss ihren Betrieo auch gegenwärtig aufrecht erhalten, wenn sie nicht die-Verbindung Pit ihren Mitgliedern verlieren will.

T enn aiese Verbindung verloren gehen würde, so müssten öffentliche Mitteiiin der vollen Höhe des jährlichen Haus­halts von Mk.MO 000.- in Anspruch genommen werden, während bisher private Beiträge dafür eingeworben werden können.

Ausserdem bedürfen die unwiederbringlichen Schätze des Museums dauernd der Erhaltung und der Pflege. Hierzu kommen die Bergungsarbeiten, ule unser Personal noch wäh­rend einer Peihe von Monaten beschäftigen werden. Der Ausba uer Keller wird noch eine Feihe von Wochen dauern und noch länger die umfangreichen Päumungsarbeiten, die nötig sind, um 50 000 Alkohol-Präparate, Zehntausende von Büchern und und noch viel mehr andere Sammlungen aus den Bodenräumen in Sicherheit zu bringen. Auf den "unsch der Behörden soll auch das Museum wieder dem Publikum geöffnet werden. Der Druck unserer oben genannten Zeitschriften, der ausfuhrwich tig ist (die Universitätsbücherei erhält dadurch im Aus­tausch den Gegenwert von 50 000 Goldmark ohne Devisen), so­wie der geschäftliche Verkehr mit unsern 4 000 Mitgliedern, die in allen Ländern der Erde wohnen, müssen weitergehen.

Ein Teil der laufenden Arbeiten (Heizung, Präparieren

der Gesteine, Schlämmen der Bohrproben ist sehr schmutzig ein anaerer Teil erfolgt unter ständiger Anwendung von

Giften. DenaüCil ero itten wir trotz der gegenwärtig besonders