An die

Kriegswirtschaftsstelle im Reichsforschungsrat Berlin-rSteglitz Grunewaldstrasse Z5

Ho 1/12-11436/ 16.12.42 Rlg./Dö.95m 1§. 12. 42

Stb.L.Nr.hb 4133

Die Senckenbergische Naturforschende Gesellschaft bs--° stätigt den Eingang Ihres Schreibens vom 16.12.42.

Für die Zurverfügungstellung der Nadelschnitt-und Sperr holz-Einkaufsscheine sage ich Ihnen im Kamen der Senckonber» gischen Naturforschenden Gesellschaft besten Dank. Aus Ihrem Nachsatz ersehe ich, dass Sie nur noch ein stark gekürztes Kontingent zur Verfügung haben. Aus diesem Grunde bin ich Ihnen für die Erteilung der Genehmigung umso dankbarer.

Die verstärkten Luftangriffe haben weiterhin unter der Leitung städtischer Stellen stehende Schutz-Massnahmen zur sicheren Unterbrinung der in aller Welt bekannten Sammlungs- Schätze notwendig werden lassen. Die Beschaffung der hierzu notwendigen Menge Eisen und Holz ist uns einfach unmöglich, da überall die Zugehörigkeit zu einer Fachschaft verlangt wird. Unser Hinweis, dass es keine Fach Schaft für Museen ge­ben würde und doch irgendwie eine Möglichkeit gegeben oder geschaffen werden müsste, führte bisher zu keinem Erfolg. I< erlaube mir, Ihnen dies vorzutragen und würde es dankbar be« grüssen, wenn Sie uns Ihren erfahrenen Rat zukommen lassen würden.

Für Ihre widerholte Unterstützung nochmals dankend

Heil Hitler!