16.November 1920
I. H
Frau Geheimrat L 0 R I T Z
Bockenheim.er Landstrasse 109
• Hochgeehrte Gnädige Frau!
Ihr Brief ist wohl die rührendste Zuschrift, die ich wahrend meinen ganzen Werbetätigkeit für das Senekenbergische Museum erhalten habe. Ich habe Ihren verstorbenen Gatten als Fachgenossen so Ausserordentlich hochgeschätzt, verdanke ihm so viel freundliche Zuspruch© und habe ihn so häufig in meinen Vorlesungen gesehen, dass ich mich seiner Zeit ganz besonders freute, als er als ewiges Mitglied' unserer Gesellschaft eingetragen werden durfte-. Mit diesem Opfer haben Sie, hochverehrte Gnädige Frau,der Gesellschaft wahrlich mehr als genug geholfen, und Ihr* Betrag wiegt schwerer als die Riesenspende eines•reichen Mannes, die für diesen kaum ein Opfer bedeutete. Es würde von d=r Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft eine Gewissenlosigkeit sein, ausser dem grossen Beitrag, den Sie bereits gegeben haben, noch mehr anzunehmen. Wir danken Ihnen vielmehr von ganzem Herzen für Ihre wundervollen Worte der Anerkennung und fürji e Liebe zu unserem Museum, die aus Ihrem ganzen Briefe spricht. Hoffentlich erhalten Sie uns allezeit diese warme Freundschaft und hoffentlich haben wir recht oft die Freude, Sie bei unseren Veranstaltungen begrüssen zu dürfen.
Ihr Brief hat uns neuen Mut gegeben, weiterzukäm fen,