5. De." an be v 1902
Sehr coehrter Herr. K.ohn stamm! r. :
■ Ihre Nichte, Fräulein Anneliese Kchnstumn v/nr s< freundlich, rrr kuiz vor il.i'ep. Abreire -in Ihren Aufträge- einen Brief zu schreiben, Ich habe Ihnen .wieder- zu- danken, -einr.nl für die zwei Pfund vc n Herrn Alfred Mayer, und weiter für die 50 000- Marie .vc n Herrn C. S. Ccthweiler die auf Ihre freundliche Anregung hin' gleichfalls der. Senckenb-.-.r g zu Hilfe gekommen sind. Ich verstehe vollkommen Ihre- Gründe, die Ihr.cn verbieten,- in der von uns gngefregten Weise v .rzugehan. Ich verstehe ferner, -dass Sie bei einer etwaigen Werbetat igkeit in 'reiner Weise genannt zu werden wünschen und v/ürde das selbstvcrstündlich aut des strengste•einhalten. Wenn es Ihnen über trotzden ncglich w”ro, uns weiter zu heller, und mir vielleicht • eine Anzahl Adressen zu nennen, so würde ich unter Wahrung strengsten Geheimnisses alle Schritte von hier aus tun, um diejenigen, die Sie uns aufgeben, zu bewegen, uns zu helfen. Wir sind auch in Amerika an der Arbeit und haben natürlich auch dert grosse Schwierigkeiten zu überwinden. Trotzdem hoffe ich, dass es uns gelingen wird an beiden Orten, in England und Amerika zusammen nach und nach einen Teil unseres Finanzbedarfes zu decken.
Es gibt so viele Deutsche, ja sogar Frankfurt er*, auf beiden Seiten des Atlantik —und der Frankfurter pflegt seine Vaterstadt im Auslande nicht leicht zu vermessen.