MARTIN MARTEN hoja. 2 a

Barcelona, den 19. April 1923.

wunderte mich der Brief Rüggeberg nicht.

Es hat einige Mühe gekostet, bis ich die einmaligen Beiträge auf das Konto Senokenberg bekam. Ich dachte es sei alles in schönster Ordnung nachdem ich Anfang Februar die Liste zum Kon­sulat brachte und meinen eigenen Beitrag gleich einzahlte und nach mehreren Wochen erfuhr ich dann non Herrn Rahlenbeck, dass bei ihm noch nicht kassiert war. Am Konsulat glaubte man, die Beiträge wür­den von selber kommen und auf meine Vorstellungen hin gab man dann der Bank den Auftrag ( ich glaube am 8./3. ) zum Inkasso, Ihrem Konto wurden die Beträge denn endlich am 3. und 4. April gutgeschrie­ben. Wenn ich nicht allerlei gewöhnt wäre, hätte ich mich reichlich ärgern können.

Die Sammlungen für die Ruhr haben natürlich die deutsche Ko­

lonie schwer herangezogen und fürchte ich, es wird sich jetzt mancher vor Senokenberg drücken, der sonst mitgemacht hätte. So habe ich auch aus Sevilla noch nicht das Resultat, das aus dem gleichen Grunde wohl schwach ausfallen wird.

Betr. Pelicaeus - Madrid lege ich einen Briefausschnitt bei

den mir Herr Max Schulte - Stuttgart - Schellingstrasse 9 sandte. Bür Ihre Reise im Herbst haben Sie also eine weitere Unterlage und kann ich Herrn Schulte später ja nochmals bitten, zu helfen.

wir machen uns hier viel Sorgen um die Zukunft Deutschlands,

rJ err Rahlenbeck ist augenblicklich in Köln und wird bald zurück sein, da erfahre ich wohl mehr. Jedenfalls habe ich meine Reise nach dort für dieses Jahr aufgegeben, ich brauche hoffentlich nicht geschäft­lich hin, der ganze politische Wahnsinn hat mich vollständig durch­einander gebracht, wenn ich auch geschäftlich bisher nicht darunter