18.Mai 1923
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Sehr.geehrter Herr Doktor!
Ich moc'te Ihnen im Namen unserer Gesellsch ft bestens
danken, dass Sie auch im Auslande so freundlich unserer gedenken, und Ihnen meine ganz besondere Freude aussprechen, dass Sie uns einen Scheck in Ihrer Valuta zustellen. Sie werden gefühlt haben, wie notig jedes wissenschaftliche Institut in Deutschland heute eine -Unterstützung hat und wie diese ganz besonders für unser Museum von grösster Bedeutung ist, das ganz und gar auf Beiträgen der Bürger schaft aufgebaut ist. Sollte es nicht möglich sein, auch drüben in Porto Alegre eine Anzahl Mitglieder für uns zu bekommen, die uns regelmässig einen ähnlichen Jahresbeitrag zahlen, wie Sie uns sc freundlich schickten? Wir haben eine derartige Werbetätigkeit mit gut Erfolge in mehreren Ländern bereits versucht und eine ganze Anzahl von Mitgliedern gewonnen. Daher wären wir besonders dankbar, wenn etwas ähnliches auch in Brasilien möglich wäre. Wir haben vor ein paar Tagen die Beitrittserklärung des Herrn Freitag, Hio de Janairo Caixa kostal 342 bekommen, an den wir geschrieben hatten und der uns 1 als Jahresbeitrag zugesichert hat. Das ist ab^r auch bis jetzt das einzige Mitglied in Brasilien was wir haben. Ich weis? wohl, dass die dortigen Deutschen viel für andere Zwecke in Deutschland tun und möchte unsere Gesellschaft ganz bestimmt nicht vordrängen. Aber die Bot treibt uns dazu, an jeden, der uns näher steht, die gleiche Bitte zu richten. Mit Band 52 Heft 1, das gleichzeitig als Drucksache an Sie abgeht, schicke ich Ihnen ein paar Notizen über unser Museum, die Ihnen zeigen werden, das: wir hier nicht die Hände in den Schoss